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Was passiert im Land während der Fußball-WM und welche Erlebnisse haben Menschen vor Ort? In diesem Ticker sammeln wir die abseitigen Geschichten, die einem nicht sofort ins Auge fallen.

Parade in Buenos Aires abgebrochen

In Buenos Aires musste die Siegesparade des Fußball-Weltmeister-Teams abgebrochen werden. Fans hatten versucht, von Brücken auf den offenen Doppeldecker-Bus mit den Spielern zu springen. Angesichts der riesigen Menschenmenge kam der Bus der argentinischen Fußball-Nationalmannschaft nur im Schritttempo voran oder teilweise gar nicht mehr. Die Weltmeister überflogen dann in Hubschraubern die Innenstadt von Buenos Aires. Etwa fünf Millionen Fans waren in der argentinischen Hauptstadt, um den Titelgewinnen der Mannschaft zu feiern. Stunden nach dem Abbruch der Busparade kam es nach Agenturberichten in Buenos Aires zu Zusammenstößen, bei denen acht Menschen verletzt wurden.

Fans springen bei WM-Parade auf Bus des Nationalteams

Bei der Siegesparade der argentinischen Fußball-Nationalmannschaft in Buenos Aires sind zwei Fans auf den Bus des Teams um Kapitän Lionel Messi gesprungen. Ein Mann landete auf dem hinteren Teil des Busses, rutschte ab und stürzte auf die Straße. Ob er sich dabei verletzt hat, ist unklar.

Argentina’s World Cup parade has been cut short after celebrations became chaotic and fans started jumping on the open-top bus from the overpass. The players instead flew over Buenos Aires in a helicopter following guidance from security forces. https://t.co/Lecq1gn2mL

Argentinien feiert Weltmeister-Team

Feiertag in Buenos Aires: Die neuen Fußball-Weltmeister um Megastar Lionel Messi ließen große Gläser mit Kaltgetränken kreisen, als sich der offene Bus mit der Aufschrift Campeones Del Mundo am Dienstagmittag auf den mehr als 30 Kilometer langen Weg vom Verbandsgelände ins Zentrum der argentinischen Hauptstadt machte. Am Obelisken, dem 68 Meter hohen Pfeiler-Wahrzeichen der Hauptstadt, hatten sich seit dem Morgen zahllose Fans in Erwartung einer gewaltigen Party versammelt. Sie vertrieben sich bei bestem Wetter die Wartezeit auf ihre Helden mit Singen, Tanzen und dem Zünden von Feuerwerkskörpern.

Piers Morgan: Frankreich wurde vergiftet

Was hat der denn geraucht? Der britische Moderator Piers Morgan hat auf Twitter tatsächlich behauptet, Argentinien sei nur Weltmeister geworden, weil die französische Mannschaft vergiftet worden sei. Wie er auf seine Idee kommt? Das bleibt wohl das Geheimnis seiner Mischung...

It wasn’t a virus, the French team clearly got deliberately poisoned.

SO feiert Argentinien den WM-Sieg

Völlige Ekstase!“ – so beschreibt ARD-Weltspiegel-Reporter Matthias Ebert die Stimmung in Argentinien. Erwartungsgemäß feiert die Fußballnation ausgelassen den WM-Sieg ihrer Nationalmannschaft um den Superstar Lionel Messi.

Matthias Ebert absolute Legende https://t.co/IFSxTlK7JB

Ein Ausbruch der Freude und auch der Reporter muss „leiden“… 😜😅 https://t.co/4JLkaFvvik

Football eh! There’s nothing like it. Nothing. https://t.co/lb4MVDTOI1

TV-Quoten: Fußball-EM der Frauen schlägt Katar-WM

Das Finale der Frauen-Fußball-Europameisterschaft im Sommer ist die meistgeschaute Sportsendung des Jahres. Das Spiel der deutschen Fußball-Frauen gegen England Ende Juli haben knapp 18 Millionen Menschen in Deutschland eingeschaltet. Das waren rund eine halbe Million Zuschauer mehr als beim beliebtesten Spiel der Männer-WM in Katar: Deutschland gegen Costa Rica. Insgesamt erlebten ARD und ZDF bei den Fernsehquoten in Katar einen Einbruch von rund 40 Prozent bei der Reichweite. ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky sagte, die WM habe viele kaltgelassen.

Nach Niederlage im EM-Finale Überschwänglicher Empfang der Vize-Europameisterinnen in Frankfurt

Das EM-Finale haben die deutschen Fußballerinnen zwar knapp gegen England verloren – dem Empfang in Frankfurt merkte man von der Niederlage aber nichts an.

Kritik und Unverständnis über Messi im katarischen Gewand

Eine Geste des Emirs von Katar vor der Pokalübergabe sorgt für Kritik und Unverständnis: Emir Tamim bin Hamad Al-Thani streifte dem argentinischen Mannschaftskapitän Lionel Messi ein traditionelles schwarzes Gewand (Bischt) über. Es wird sonst von bedeutenden Persönlichkeiten am Nationalfeiertag getragen – und der war just am Tag des WM-Finales.

Während vor allem Stimmen aus der arabischen Welt es als Ehrerbietung verstanden, sahen es viele aus der westlichen Welt als Vereinnahmung. Selbst diesen Moment, dieses Bild, das in die Geschichte eingehen wird, vereinnahme der umstrittene Gastgeber für seine Inszenierung, hieß es. „Für dieses Bild hat Katar 200 Milliarden Euro ausgegeben“, schrieb jemand auf Twitter und spielte damit auf die Summe an, die Katar in den Bau von Stadien und Infrastruktur für das Riesenevent gesteckt hatte.

Was Messi selbst über die Aktion denkt, ist unbekannt. Er steht bei Paris St. Germain unter Vertrag – der Club gehört dem reichen Emirat.

Argentinien ist Fußball-Weltmeister

Neuer Fußball-Weltmeister ist Argentinien. Im Finale in Katar setzte sich das Team gegen Frankreich mit 4:2 im Elfmeterschießen durch. Nach 90 Minuten stand es 2:2, nach der Verlängerung 3:3. Superstar Lionel Messi wurde danach als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet. Der 35-Jährige will weiterhin für die argentinische Nationalmannschaft spielen.

Auf dem Höhepunkt abtreten? Nicht mit Lionel Messi. Der Superstar hat sich nach dem Triumph in Katar entschlossen, seine Karriere in der argentinischen Nationalmannschaft doch fortzusetzen. https://t.co/kjUz6Pkujm #Messi #LionelMessi #MessiRuecktritt #WM2022 #WCQatar22

Kroatien gewinnt Spiel um Platz drei

Kroatien hat bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar das Spiel um Platz drei gewonnen. Im kleinen Finale besiegte die Mannschaft um den früheren Weltfußballer Luka Modric das Überraschungsteam Marokko mit 2:1 und beendete zum dritten Mal nach 1998 (ebenfalls Dritter) und 2018 (Vize-Weltmeister) das wichtigste Turnier unter den Top Drei. Der Leipziger Bundesligaprofi Josko Gvardiol und Mislav Orsic trafen für die Kroaten im Khalifa-International-Stadion. Marokko, das als erste afrikanische Mannschaft in ein WM-Halbfinale vorgedrungen war, kam durch Achraf Dari zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

„Kleines Finale“: Gelingt Marokko der Sieg gegen Kroatien?

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar steht heute das sogenannte kleine Finale an. Im Spiel um Platz Drei treffen Kroatien und Marokko aufeinander. Für die Kroaten wäre es bei einem Sieg die dritte WM-Medaille. Würden die Marokkaner gewinnen, gäbe es zum ersten Mal in der WM-Geschichte eine Medaille für ein afrikanisches Land. Fifa-Präsident Gianni Infantino lobte die marokkanische Nationalmannschaft bei seiner Pressekonferenz in Katar: „Ich glaube, dass Marokko außerordentlich gut gespielt hat, das war ein großer Erfolg.“ In der K.o.-Runde hatten die Marokkaner erst Spanien und Portugal geschlagen und waren dann im Halbfinale, das sie als erstes afrikanisches Team überhaupt erreicht hatten, an Frankreich gescheitert.

Fifa-Präsident Infantino begeistert über WM in Katar: „Ein voller Erfolg“

Fifa-Präsident Gianni Infantino hat sich auf seiner Pressekonferenz während der Fußballweltmeisterschaft beim WM-Gastgeber Katar bedankt. Für ihn sei die WM ein „unglaublicher Erfolg“ in allen Bereichen gewesen. „Ich bedanke mich beim Gastgeber Katar, den Volunteers und allen, die das Turnier zur besten WM aller Zeiten gemacht haben. (...) Das, war hier im Nahen Osten erreicht wurde, ist etwas Einzigartiges. Das ist etwas, das nur eine WM erreichen kann.“ Es habe keinen einzigen negativen Vorfall gegeben, das sei „einzigartig“, behauptete er. Dass zwei Arbeitsmigranten im Turnierverlauf im Zusammenhang mit der WM starben, dass katarische Sicherheitskräfte teilweise einen zweifelhaften Umgang mit Regenbogen-Symbolen und Solidaritätsaktionen für die Protestbewegung im Iran an den Tag legten, ließ Infantino unerwähnt.

Infantino äußerte sich auch noch einmal zur „One Love“- Binde, die bei der WM nicht getragen werden durfte. „Da geht es nicht so sehr darum, etwas zu verbieten oder nicht. Es geht darum, dass man die Regeln einhält.“

Nach 40 Jahren: Fußball-Kommentator Béla Réthy geht in Rente

Nach mehr als 380 Live-Übertragungen ist der TV-Reporter Béla Réthy am Abend in den Ruhestand gegangen. Der Kommentator hatte beim 2:0 Frankreichs im WM-Halbfinale gegen Marokko seinen letzten Einsatz für das ZDF. 

Fußball-Kommentator Béla Réthy (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Nachrichten Bela Réthy: „Tschüss & Adieu nach 40 Jahren & 10 Weltmeisterschaften“

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Bela Réthy: „Tschüss & Adieu nach 40 Jahren & 10 Weltmeisterschaften“

Nach all den Würdigungen für eine außergewöhnliche TV-Karriere musste Béla Réthy durchschnaufen. Im ZDF-Studio stimmte das Publikum animiert von Per Mertesacker „Es gibt nur ein' Béla Réthy!“ an.

Logo SWR3 (Foto: SWR, SWR)

Nachrichten Per Mertesacker: „Es gibt nur ein Bela Réthy!“

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Per Mertesacker: „Es gibt nur ein Bela Réthy!“

Nach WM-Aus für Marokko: Krawalle in Brüssel

Die belgische Polizei hat bei Ausschreitungen in Brüssel nach Marokkos 0:2-Niederlage im WM-Halbfinale rund 100 Menschen festgenommen. Das berichtet eine belgische Nachrichtenagentur. Marokkanische Fans gerieten mit der Polizei aneinander. Die Fans hätten unter anderem in Richtung von Polizisten Feuerwerkskörper gezündet. Die Polizei reagierte darauf mit Wasserwerfern und Pfefferspray.

Morocco's fans briefly clashed with police in Brussels after their team lost to France in the World Cup semifinal. Rioters threw fireworks at police, which used water cannons and tear gas to disperse the crowd. https://t.co/p9bMSE0P0D

Auch in Paris waren die Behörden auf mögliche Krawalle vorbereitet – rund 5.000 Sicherheitskräfte wurden eingesetzt. Im Großraum Paris wurden 115 Menschen festgenommen. Darunter war laut Polizeikreisen eine Gruppe von rund 40 Menschen, die den Ultrarechten nahestehen. Auch in Nizza, Cannes, Lyon und Montpellier kam es zu Zusammenstößen zwischen Fans und der Polizei.

Bereits nach dem Halbfinal-Einzug der marokkanischen Mannschaft war es in Brüssel und Paris zu Ausschreitungen gekommen:

Marokko im WM-Halbfinale Das ist keine Demo, das sind feiernde Marokko-Fans

Nach dem Sieg der Marokkaner tanzten und feierten die Spieler und die Fans auf der ganzen Welt. Doch in Brüssel kam es auch zu Ausschreitungen und zahlreichen Festnahmen.

Marokko raus, Frankreich im Finale

Frankreich hat das Finale der Fußball-WM in Katar erreicht. Die Titelverteidiger gewannen im Halbfinale gegen Außenseiter Marokko mit 2:0 (1:0) und treffen am Sonntag auf Argentinien. Eine erfolgreiche Titelverteidigung bei einer WM war zuletzt Brasilien vor 60 Jahren gelungen.

Hendrik Lückhoff berichtet vom Halbfinale:

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Nachrichten WM-Halbfinale: Frankreich besiegt Marokko

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Hendrik Lückhoff berichtet vom Spiel Frankreich gegen Marokko.

Über die Stimmung nach dem Spiel berichtet Cai Rienäcker aus Paris:

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Nachrichten Jubel in Paris nach Sieg über Marokko

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Cai Rienäcker berichtet aus Paris.

Argentinien gewinnt gegen Kroatien

Argentinien hat sich bei der Fußball-Weltmeisterschaft als erste Mannschaft für das Finale qualifiziert. Die Südamerikaner gewannen im Halbfinale gegen Kroatien mit 3 zu 0.

Expertenrat soll DFB-Elf auf Kurs bringen

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) richtet einen Expertenrat ein, um die Nationalmannschaft neu ausrichten. Dem Rat sollen Karl-Heinz Rummenigge, Matthias Sammer, Oliver Mintzlaff, Oliver Kahn und Rudi Völler angehören, teilte DFB-Präsident Bernd Neuendorf mit. Der DFB hatte sich nach dem frühen WM-Aus von Geschäftsführer Oliver Bierhoff getrennt. Bundestrainer Hansi Flick bleibt dagegen im Amt.

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Katze statt WM-Pokal: Englands Fußballer nehmen „Dave the Cat“ mit heim

Den WM-Pokal haben Englands Fußballer zwar wieder nicht geholt, mit leeren Händen kommen sie trotzdem nicht nach Hause. Die herumstreunende Katze „Dave the Cat“, die die englischen Kicker im WM-Quartier in Katar lieb gewonnen hatten, wurde nun von Kyle Walker und John Stones adoptiert.

Vor dem Ausscheiden im Viertelfinale gegen Frankreich hat es „Dave the cat“ sogar in die Pressekonferenz der Engländer geschafft:

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Nachrichten Kyle Walker: „Katze Dave geht es gut“

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Kyle Walker: „Katze Dave geht es gut“

Jetzt muss „Dave the Cat” nur noch die Quarantäne überstehen bevor es für ihn weitergeht nach Manchester, wo Walker und Jones für ManCity kicken.

Dieses Bild sorgt für Aufregung

Den Fair-Play-Preis hätte das Viertelfinalspiel der WM Argentinien gegen die Niederlande sowieso nicht verdienst gehabt. Aber eine Szene sorgte für besonders viel Aufregung: Der Jubel der Argentinier nach dem letzten verwandelten Elfmeter. Statt sich einfach nur zu freuen und ihren Torwart zu feiern, verhöhnen sie die niederländischen Spieler, die sichtlich am Boden zerstört sind.

Argentinische Spieler verhöhnen die Niederländer nach dem Sieg im Elfmeterschießen (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/AP | Thanassis Stavrakis)
picture alliance/dpa/AP | Thanassis Stavrakis

Das war die Vorgeschichte

Für dieses unsportliche Verhalten gab es extrem viel Kritik viel - zu Recht. Aber die Szene hat eine Vorgeschichte: ebenfalls eine unsportliche. Die niederländischen Spieler hatten vor den Elfmetern auf die Schützen eingeredet, als wollten sie sie verunsichern. Das zeigen einige Videos. Damit begründete Otamendi seinen unsportlichen Jubel in einigen Medien: „Ich habe in ihr Gesicht gejubelt, weil es einen niederländischen Spieler gab, der bei jedem unserer Elfmeter angekommen ist und zu einem unserer Spieler etwas gesagt hat“.

Frankreich gewinnt gegen England und steht im Halbfinale

Bei der Fußball-WM steht Frankreich als letzter Halbfinalteilnehmer fest. Die Franzosen schlugen England am Abend mit 2:1. In der 84. Minute vergab Englands Kapitän Harry Kane einen Foulelfmeter - mit voller Wucht schoss er den Ball übers Tor. Damit trifft Frankreich am Mittwochabend auf Marokko. Im ersten Halbfinale trifft am Dienstag Argentinien auf Kroatien.

So feiert Marokko den Einzug ins Halbfinale

Die Spieler auf dem Rasen, die Fans auf der Tribüne und in der katarischen Hauptstadt Doha und natürlich in Marokko – ihr Jubel kannte keine Grenzen. Nach dem Einzug der Marokkaner in Halbfinale – als erstes afrikanisches Team überhaupt – tanzten die Menschen auf den Straßen, fuhren hupend durch die Städte und schwenkten Fahnen. Die Spieler im Stadion holten ihre Mütter von den Rängen aufs Spielfeld. Szenen, die auch die Zuschauer zu Tränen rühren.

Meine Mutter und ich hatten Tränen in den Augen, als Marokkos Spieler ihre Mütter auf das Spielfeld holten und mit ihnen feierten. Und so ging es meinen Tanten neben uns auch. Marokko gibt Menschen weltweit das Gefühl, auch etwas zu gewinnen: Repräsentanz und Menschlichkeit. https://t.co/3QBgImDHli

Muttertag ❤️ 🇲🇦 #MARPOR https://t.co/z3jEILAduC

Auch in deutschen Städten wie Düsseldorf und Frankfurt feierten die marokkanischen Fans auf der Straße, als hätten sie den Titel schon gewonnen.

Nach dem sensationellen Einzug ins WM-Halbfinale feiern marokkanische Fans in Düsseldorf. Mitten im Freudentaumel macht unser Reporter Andreas Turnsek seinen Job - unter erschwerten Bedingungen. #MARPOR https://t.co/ZuoCn3oXc3

Marokko zieht als erstes afrikanisches Team ins Halbfinale ein

Bei der Fußball WM in Katar steht Marokko im Halbfinale. Marokko setzte sich mit 1:0 gegen Portugal durch. Für die Marokkaner ist es ein historischer Sieg – noch nie haben sie es bei einer Fußball-Weltmeisterschaft so weit geschafft. Außerdem ist es das erste afrikanische Team der Geschichte, das jemals in einem Halbfinale bei einer Fußball-WM steht.

Argentinien gewinnt gegen Niederlande im Elfmeterschießen

Bei der Fußball-WM steht Argentinien im Halbfinale. Das Team setzte sich im Elfmeterschießen mit 4:3 gegen die Niederlande durch. Die Argentinier führten nach 75 Minuten mit 2:0, aber die Niederländer holten auf. Die Verlängerung brachte keinen Sieger hervor. Das Elfmeterschießen ging dann mit etwas Glück an die Südamerikaner. Im WM-Halbfinale trifft Argentinien auf Kroatien.

Kroatien zerstört Brasiliens WM-Traum

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar steht Kroatien als erstes Team im Halbfinale. Die Mannschaft von Trainer Zlatko Dalic gewann gegen Brasilien im Elfmeterschießen mit 4:2. Nach 90 Minuten hatte es 0:0 gestanden. In der Verlängerung traf dann zunächst Neymar, ehe Bruno Petkovic in der 117. Minute ausgleichen konnte.

Schwere Vorwürfe: Wurde der Ex-Medienchef gefoltert?

Eine Klimaanlage als Foltergerät, körperliche Attacken und Isolation in völliger Dunkelheit – es sind schwerwiegende Vorwürfe, die die Familie des Whistleblowers Abdullah Ibhais erhebt. Kurz vor Turnierbeginn soll der „Gefangene der WM 2022“, wie die Angehörigen ihn nennen, in einem katarischen Gefängnis gefoltert worden sein. Die FIFA und die umstrittenen Gastgeber stehen in der Kritik. Seit rund einem Jahr sitzt der frühere Kommunikationschef des WM-Organisationskomitees in Haft, er hatte sich für Arbeitsmigranten eingesetzt – und gegen OK-Chef Hassan Al-Thawadi gestellt. In einem von der Menschenrechtsorganisation Fair Square veröffentlichten Brief machte die Familie nun nochmal auf Ibhais' Schicksal aufmerksam.

Hopfen muss bei DFL gehen

Auch von der Deutschen Fußball-Liga gab es Neuigkeiten. Die bisherige Chefin Donata Hopfen wird dort nach nur knapp einem Jahr Ende Dezember ausscheiden. Der 46-Jährigen wurde unter anderem vorgeworfen, den Teilverkauf einer geplanten Medienrechte-Vermarktungsfirma an Finanzinvestoren nicht konsequent vorangetrieben zu haben. Klubmanager Axel Hellmann von Eintracht Frankfurt und Finanzvorstand Oliver Leki vom SC Freiburg sollen den Profiverband nun interimsweise führen, bis die Nachfolge geregelt ist.

Trotz WM-Aus: Hansi Flick bleibt Fußball-Bundestrainer

Hansi Flick bleibt Bundestrainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Flick soll das Team trotz des Ausscheidens in der Vorrunde bei der WM in Katar zur Heim-EM 2024 führen. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund nach einer Krisensitzung mit dem Bundestrainer mit.

Gemeinsam haben Bernd Neuendorf, Hans-Joachim Watzke und Hansi Flick heute ein freundliches und konstruktives Gespräch über die aktuelle Situation und die Perspektiven des @DFB_Team geführt. Zum Ergebnis des Gesprächs erklärt der #DFB: ➡️ https://t.co/jyoMsWM42B 📸 GES https://t.co/sIZyKfD0tQ

Nationalmannschafts-Direktor Oliver Bierhoff war dagegen zuvor nach 18 Jahren beim DFB aus der sportlichen Leitung ausgeschieden. Bierhoffs Nachfolge ist vom Verband bislang nicht geregelt worden.

Was schreien Fußballspieler dem Schiri zu?

Nach dem Schlusspfiff beim WM-Gruppenspiel gegen Ghana hatten mehrere Spieler Uruguays gepöbelt und auch den Berliner Schiedsrichter Daniel Siebert und dessen Assistenten bedrängt. Siebert hatte den Südamerikanern in gleich drei Szenen einen möglichen Elfmeter verweigert, Uruguay fehlte ein Tor zum Weiterkommen. 

Es sieht zum Teil ganz schön spektakulär aus, wenn Fußballspieler mit dem Schiri diskutieren und wild gestikulieren. Aber was sagen die denn da überhaupt? Wir haben Schiedsrichter-Legende Urs Meier nach seinen Erfahrungen gefragt.

Hört Bundestrainer Hansi Flick jetzt auch auf?

Nach dem Aus von Oliver Bierhoff als DFB-Direktor äußert sich Bundestrainer Hansi Flick in einem sehr persönlich verfassten Statement auf der DFB-Homepage: „Meinem Trainerteam und mir fällt im Moment die Vorstellung schwer, wie die durch Olivers Ausscheiden entstehende Lücke fachlich und menschlich geschlossen werden kann“.

Unsere Zusammenarbeit war immer von Loyalität, Teamgeist, Vertrauen und Zuverlässigkeit geprägt. Zusammenhalt war die DNA unseres Teams.

Bierhoff-Abschied nach 18 Jahren

Oliver Bierhoff und der DFB haben den Vertrag des bisherigen Geschäftsführers Nationalmannschaften und Akademie aufgelöst. Das hat der Fußballverband am Montagabend bekanntgegeben.

Bierhoff erklärte, dass er damit den Weg für Veränderungen freimache. DFB-Präsident Bernd Neuendorf hob Bierhoffs Verdienste um den deutschen Fußball hervor. Neuendorf sagte, dass Bierhoffs Arbeit beim DFB für immer mit dem WM-Titel 2014 in Brasilien verbunden sein werde.

Zuletzt stand Bierhoff heftig in der Kritik. Wie schon 2018 verpasste die Nationalmannschaft das WM-Achtelfinale. Bierhoff erklärte zum Abschied, dass einige Entscheidungen zuletzt falsch waren. Für diese übernehme er die Verantwortung.

Vier Tore in 36 Minuten - Brasilien wie im Rausch

Die Brasilianer überrollten Südkorea mit ihrer Spielfreude. Durch Treffer von Vinicius Junior (7.), Neymar (13.), Richarlison (29.) und Lucas Paqueta (36.) war das zweite Achtelfinale am Montagabend fix entschieden. Den Ehrentreffer zum 4:1 Endstand erzielte Seung-Ho Paik (76.).

Kroatien-Keeper hält drei Elfmeter

Die kroatische Nationalmannschaft hat Japan im Achtelfinale mit 3:1 nach Elfmeterschießen geschlagen. Der Held für das kroatische Team war Dominik Livakovic. Der Torhüter hielt drei Elfmeter. Nach der regulären Spielzeit und der Verlängerung stand es 1:1.

England zieht ins Viertelfinale ein

Nach Frankreich ist auch England ins Viertelfinale der Fußball-WM in Katar eingezogen. Die Briten bezwangen in ihrem Achtelfinalspiel das Team aus Senegal mit 3:0 (2:0).

Titelverteidiger Frankreich im Viertelfinale

Bei der Fußball-WM hat Frankreich den Einzug ins Viertelfinale geschafft. Frankreich besiegte Polen mit 3:1 (1:0). Damit kann der amtierende Weltmeister weiter auf eine Titelverteidigung hoffen.

WM-Krisensitzung angekündigt, DFB-Team zurück in Deutschland

Nach dem WM-Desaster von Katar hat DFB-Präsident Bernd Neuendorf für die kommende Woche eine Krisensitzung mit Bundestrainer Hansi Flick, Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff und DFL-Aufsichtsratschef Hans-Joachim Watzke einberufen. Die Nationalmannschaft ist nach dem vorzeitigen WM-Aus unterdessen wieder in Deutschland angekommen.

SWR3-Reporter Tim Brockmeier war am Flughafen, als ein Teil der DFB-11 angekommen ist. Wie war es?

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Nachrichten Ankunft DFB am Frankfurter Flughafen

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Tim Brockmeier war am Flughafen, als ein Teil der DFB-11 angekommen ist. Wie war es?

Schweiz wirft Serbien raus und trifft im WM-Achtelfinale auf Ronaldo

Bei der Fußball-WM ist die Vorrunde beendet. Am Freitagabend hat Kamerun gegen Brasilien mit 1:0 gewonnen, ist aber trotzdem ausgeschieden. Das zweite Spiel des Abends hat die Schweiz mit 3 zu 2 gegen Serbien gewonnen.

SWR3-Reporter Michael Augustin berichtet:

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Nachrichten WM Katar: Schweiz schlägt Serbien

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WM Katar: Schweiz schlägt Serbien

Portugal und Uruguay im Achtelfinale

Bei der Fußball-WM in Katar steht Portugal im Achtelfinale, obwohl es im letzten Gruppenspiel gegen Südkorea 1:2 verloren hat. Uruguay besiegte Ghana mit 2:0, damit sind die Afrikaner ebenfalls ausgeschieden. Die deutsche Mannschaft ist nach Hause gereist.

Mehr als 17 Millionen sehen deutsches WM-Aus

Die Fernsehübertragung des WM-Spiels Costa Rica gegen Deutschland haben sich im Ersten im Schnitt 17,4 Millionen Menschen angeschaut. Laut ARD waren das etwas mehr als beim Gruppenspiel gegen Spanien am Sonntag. Bei der WM vor vier Jahren in Russland hatten die Spiele der deutschen Mannschaft im Schnitt noch mehr als 25 Millionen Menschen verfolgt.

Wie wird der DFB wieder fit?

Zwar hat Deutschland bei der WM 2022 in Katar mit 4:2 gegen Costa Rica gewonnen. Trotzdem hat es nicht für das Achtelfinale gereicht.

Welche Konsequenzen hat das nun für die Mannschaft?

Der Präsident des DFB Bernd Neuendorf hat gesagt, dass jetzt kein Job sicher sei – auch nicht der des Bundestrainers Hansi Flick. Der hatte vorher gesagt, dass er einen Vertrag bis 2024 hat und weitermachen will. Der Chefredakteur des Fachmagazins 11freunde.de sagte im Interview mit SWR:

Die deutsche Mannschaft muss sich quasi komplett neu erfinden. Was die Mannschaftsstruktur angeht, sie muss sich endlich wieder damit beschäftigen, eine ordentliche Defensive zu haben. Sie muss sich volksnah geben in ihrer ganzen Erscheinung. Man hat das Gefühl, es ist eine septische, unnahbare Mannschaft geworden. Diese Diskussion muss jetzt beginnen und sie muss mit aller Härte geführt werden.

Deutsche Mannschaft (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Federico Gambarini)

Nachrichten Wie wird Deutschland wieder zur Turniermannschaft?

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DFB

Britische Fußball-Legende lacht über Deutschlands Vorrunden-Aus

Die britische Fußball-Legende Gary Lineker hat sich auf Twitter über das Vorrunden-Aus der deutschen Nationalmannschaft lustig gemacht. Er hat seinen berühmten Spruch um einen weiteren Satz ergänzt. Er teilte den Spruch bei Twitter zu einem Video, bei dem er herzlich und lautstark über das Vorrundenaus der DFB-Elf bei der WM in Katar lacht.

Fußball ist ein einfaches Spiel. 22 Männer jagen 90 Minuten einen Ball und am Ende gewinnen immer die Deutschen. Wenn sie es durch die Gruppenphase schaffen.

“Football is a simple game. Twenty-two men chase a ball for 90 minutes and at the end, the Germans always win.” If they get through the group stage. https://t.co/Svhay80Kw2

Rüdiger: Deutschland fehlt „letzte Gier“ und „das etwas Dreckige“

Für Abwehrchef Antonio Rüdiger liegt das Vorrunden-Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM auch in der Mentalität begründet. „Die letzte Gier, dieses etwas Dreckige – das fehlt uns“, sagte Rüdiger nach dem am Ende bedeutungslosen 4:2-Sieg gegen Costa Rica: „Viel Talent, alles schön und gut. Aber da gehört mehr dazu als einfach nur Talent, da spielen auch andere Faktoren eine Rolle. Da müssen wir uns verbessern, ansonsten kommen wir nicht weiter.

Der knappe Sieg reicht nicht. 🇨🇷🇩🇪 2:4 #CRCGER #GER #WM2022 https://t.co/zye8H5lYSP

Laut Rüdiger steht die deutsche Nationalmannschaft „wieder bei Null, das ist die harte Realität, aber das ist die Realität, in der wir uns befinden“. Man sei am zweiten WM-Vorrunden-K.o. in Folge „selbst schuld“, die Niederlage zum Auftakt gegen Japan „hat uns gejagt“.

Die Kritik am Abwehrverhalten konnte Rüdiger nachvollziehen. „Ich denke, ich kann mich da nicht ausnehmen“, sagte er, „als Mannschaft haben wir defensiv nicht funktioniert, das muss man so ganz ehrlich sagen“. Doch auch offensiv hätte es besser laufen können, vor allem in Sachen Effizienz. „In beiden Mannschaftsteilen fehlt einiges.

Deutschland am Ende: WM-Aus nach Vorrunde

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist trotz des 4:2-Erfolges gegen Costa Rica zum zweiten Mal in Folge bei einer WM-Endrunde in der Vorrunde gescheitert. Nach dem 2:1-Sieg Japans gab es keine rechnerische Rettung mehr.

So haben die WM-Endrunden für das DFB-Team bisher ausgesehen:

1930: keine Teilnahme
1934: Dritter
1938: Achtelfinale
1950: keine Teilnahme
1954: WELTMEISTER
1958: Vierter
1962: Viertelfinale
1966: Zweiter
1970: Dritter
1974: WELTMEISTER
1978: 2. Runde
1982: Zweiter
1986: Zweiter
1990: WELTMEISTER
1994: Viertelfinale
1998: Viertelfinale
2002: Zweiter
2006: Dritter
2010: Dritter
2014: WELTMEISTER
2018: Vorrunden-Aus
2022: Vorrunden-Aus

Nach 36 Jahren: Marokko wieder im WM-Achtelfinale

Marokkos neue Nationalhelden lagen sich jubelnd in den Armen und ließen Nationaltrainer Walid Regragui hochleben, dann sprinteten Achraf Hakimi und Co. ihren ekstatischen Landsleuten in der Fankurve entgegen. An einem der größten Abende des marokkanischen Fußballs fiel der Jubel über den ersten WM-Achtelfinaleinzug seit 36 Jahren grenzenlos aus. Das letztlich hart erkämpfte 2:1 gegen Kanada sicherte den Nordafrikanern den Sieg in Gruppe F und ein mögliches K.o.-Rundenduell gegen Deutschland.

🇲🇦 Winners of Group 𝗙 🇲🇦 Congrats, Nous & Hakim! #FIFAWorldCup https://t.co/6lGNsTv0yY

Wir haben Geschichte geschrieben“, sagte Spielmacher Hakim Ziyech, der Marokko nach schweren Patzern des Gegners früh in Führung gebracht hatte. „Wir wussten von Beginn an, dass es hart werden würde. Aber wir haben unser eigenes Spiel und unsere eigene Taktik einfach durchgezogen“, sagte Ziyech. Sein Treffer? „Ein Traum!“ Youssef En-Nesyri (23.) als zweiter Torschütze konnte es nachempfinden. Das Eigentor von Nayef Aguerd (40.) war in einem Duell mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten schnell vergessen.

Özil in Katar: „Immer wieder eine Freude, hier zu sein“

Ex-Nationalspieler Mesut Özil war als Zuschauer bei der Fußball-WM in Katar. „Großartig, in Katar zu sein“, schrieb der Weltmeister von 2014 bei Twitter. „Danke für die tolle Gastfreundschaft und die perfekte Organisation – es ist immer wieder eine Freude, hier zu sein.“ Dem Bild zufolge, das der 34-Jährige dazu stellte, hatte Özil die Partie des Gastgebers gegen die Niederlande (0:2) am Dienstag im Al-Bait Stadion besucht. „Wir sehen uns bald wieder“, schrieb Özil.

Great to be in Qatar for the #Worldcup2022. ⚽🏆 Thanks for the great hospitality & the perfect organization – it’s always a pleasure to be here. All the best to Qatar for the remaining tournament – insha'Allah we see us soon again. 🤲🏼🇹🇷🇶🇦 https://t.co/bBU0PFwKvm

Der Ex-Nationalspieler war in Abwesenheit und unfreiwillig bereits am vergangenen Sonntag Teil des Turniergeschehens. Während der Partie der deutschen Nationalmannschaft gegen Spanien (1:1) hatten einige Zuschauer Bilder des Ex-Nationalspielers in die Höhe gehalten – wohl als Protest gegen die deutsche Kritik an Katar im Zuge der Diskussion um die One Love-Kapitänsbinde. Özil war nach der WM 2018 aus der DFB-Auswahl zurückgetreten und hatte dem Deutschen Fußball-Bund unter anderem Rassismus vorgeworfen.

Iraner feiert WM-Niederlage, dann Kopfschuss

Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHR) ist ein Mann im Iran von Sicherheitskräften erschossen worden, nachdem er das WM-Aus der iranischen Fußball-Nationalmannschaft durch ein 0:1 gegen die USA gefeiert hatte. Der 27-jährige Mehran Samak sei nach der Niederlage „von Sicherheitskräften in den Kopf geschossen2 worden, gab die in Oslo ansässige IHR bekannt.

Klinsmann schwärmt von Füllkrug: „Mir geht das Herz auf“

Jürgen Klinsmann hat sich wie ganz Fußball-Deutschland in Niclas Füllkrug verliebt. „Mir als ehemaligem Stürmer geht das Herz auf, wenn es mit einem echten Neuner funktioniert“, sagte der frühere Bundestrainer dem kicker. Füllkrug habe aus seiner Sicht über seine ureigene Aufgabe hinaus einen hohen Wert für die deutsche Nationalmannschaft, meinte Klinsmann. „Es geht gar nicht nur um Tore. Ein präsenter Neuner schafft immer Entlastung, wenn er die Bälle festmachen kann und verteilt, dadurch ein Spiel auch beruhigen kann.“ Der Bremer „kann das, er hat eine gute Präsenz, ist gut am Ball, das Gefühl und das Näschen für die Situationen vor dem Tor hat er sowieso“, ergänzte Klinsmann. Der Weltmeister von 1990 sprach von einer „Wiederbelebung der Nummer 9“.

Iran ist raus bei der WM: Warum feierl viele Iraner das?

Einige Iraner freuen sich über die Niederlage. Sie finden, dass die antidemokratischen Politiker die Fußball-Nationalmannschaft für Propaganda missbraucht haben. An belebten Plätzen riefen Menschen in der Nacht zu Mittwoch etwa: „War wohl nichts mit Eurem Nationalteam.“ Sie spielten damit auf die hohen politischen und sportlichen Erwartungen an das Team Melli an. Viele Iranerinnen und Iraner haben die Nationalmannschaft von vornherein wegen der Unterdrückung im Land nicht als ihre angesehen.

CNN: Haft und Folter – Iran droht Fans und Spielern

WM: Stephanie Frappart pfeift Deutschland gegen Costa Rica

Beim Spiel Deutschland gegen Costa Rica gibt es eine Premiere: Zum ersten Mal in der Geschichte der Fußball-WM der Männer wird eine Frau ein Spiel leiten.

Schiedsrichterin Stephanie Frappard (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/ANP | Maurice Van Steen)

Nachrichten Stephanie Frappart: Erste Schiedsrichterin bei Herren-WM

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Für die FIFA ist es etwas ganz neues: Im Spiel Deutschland-Costa Rica pfeift zum ersten Mal eine Frau.

WM-Flitzer auf freiem Fuß

Zwölf Stunden lang herrschte Rätselraten über das Schicksal von Mario Ferri, dem Regenbogen-Flitzer der WM. Jetzt ist der Italiener auf freiem Fuß.

Ich bin frei, und es gibt keine rechtlichen Folgen für mich.

Nach einer Nacht in katarischem Gewahrsam schrieb er bei Instagram. „Ich danke allen für die Botschaften, die mich aus der ganzen Welt, dem Iran und der Ukraine erreicht haben.“

WM-Flitzer: Drei politische Botschaften mit einer Aktion

Aufregung am Abend beim Spiel Portugal gegen Uruguay: Während der zweiten Halbzeit ist ein Flitzer mit einer Regenbogenfahne auf das Spielfeld gerannt und befand sich etwa 30 Sekunden auf dem Rasen, bevor er von Sicherheitsleuten abgeführt wurde. Der Mann hatte außerdem ein T-Shirt an, auf dem auf der Brust „Save Ukraine“ („Rettet die Ukraine“) und auf dem Rücken „Respect for Iranien Woman“ („Respekt für iranische Frauen“) stand.

Die TV-Zuschauer bekamen von der Szene wenig zu sehen, sie wurde so gut es geht aus dem Weltbild herausgehalten. ARD-Kommentator Tom Bartels hat das während des Spiels so geschildert:

Flitzer rennt übers Fußballfeld bei WM (Foto: IMAGO, IMAGO / Laci Perenyi)

Nachrichten ARD-Kommentator Tom Bartels live zum Flitzer

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ARD-Kommentator Tom Bartels live zum Flitzer während des Spiels Portugal gegen Uruguay

Sorge um den Regenbogen-Flitzer

Ich hoffe, dem Jungen passiert nichts. Wir alle haben seine Botschaft verstanden, die ganze Welt hat sie verstanden“, sagte der portugiesische Mittelfeldspieler Rúben Neves nach dem 2:0 (0:0) gegen Uruguay. „Wir alle haben seine Botschaft verstanden, die ganze Welt.

Flitzer rennt bei Fußball-WM übers Spielfeld (Foto: IMAGO, IMAGO / Laci Perenyi)
IMAGO / Laci Perenyi

Der Mann wurde von Ordnern gestoppt und vom Platz geführt. Was dann mit ihm passierte? Diese Frage werden die FIFA und das Organisationskomitee heute beantworten müssen.

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SWR3

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