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Jessica Brandt
Jessica Brandt (Foto: SWR3)
Malte Dedecek
Malte Dedecek (Foto: SWR3)

Der Spritpreis ist erneut auf einem Rekordhoch und erstmals sind die Kosten pro Liter auf über zwei Euro gestiegen. Grund dafür ist unter anderem auch der Ukraine-Krieg. Worauf du achten kannst, um dennoch Geld beim Tanken zu sparen, erfährst du hier.

Spritpreise-Spartipps: So kannst du beim Tanken trotzdem sparen

  1. Am besten immer abends tanken: zwischen 18 und 22 Uhr.
  2. Möglichst an den Wochentagen: Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag.
  3. Bei den freien Tankstellen sind die Preise oft günstiger; im Schnitt etwa 7 Cent.
  4. Vergleichsportale können helfen, eine günstige Tankstelle zu finden.

Wenn man abends tankt und nicht morgens, kann man schon sparen. Das sind in der Regel 7 Cent im Schnitt.

Noch ein Tipp:
Ein Umweg für den günstigeren Spritpreis lohnt sich im Übrigen nur, wenn für jeden gesparten Cent nur ein Kilometer mehr gefahren werden muss. Also wenn der Sprit an einer Tankstelle acht Cent billiger ist, darf der Umweg auch nicht mehr als acht Kilometer betragen.

Spritpreise vergleichen

Es gibt sehr viele Spritpreis-Vergleich-Apps oder Vergleichsportale:

Diesel teurer als Benzin: Warum die Spritpreise gerade steigen

Der Benzin- und Ölpreis hängt stark am Ölpreis: Wie sich dieser entwickelt, so werden sich auch die Spritpreise entwickeln, so Andreas Hölzel. Denn: Diesel und Heizöl seien letztlich das gleiche Produkt. Da sich gerade viele Menschen mit Heizöl eindecken, steigt damit der Preis für den Kraftstoff Diesel so stark an.

Grund seien die Ängste, wie der Krieg in der Ukraine sich noch entwickle, denn man wisse nicht, ob es nicht doch zu Engpässen beim Heizöl kommt oder wie teuer es im kommenden Winter dann sein werde. Derzeit beziehe Deutschland rund ein Drittel des Rohöls aus Russland, so Andreas Hölzel vom ADAC.

Wenn die Versorgung so bestehen bleibt, dann wird es keine Engpässe geben. Aber was wissen wir schon, was morgen ist oder was in einer Woche oder einem Monat ist. Der Krieg zeigt, dass vieles passieren kann, womit man überhaupt nicht rechnet.

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Kann ein Tankstellenbesitzer den Preis beeinflussen?

Ja, der Chef von einer freien Tankstelle kann das, denn er hat einen gewissen Spielraum. Es gibt bei uns rund 500 Tankstellen-Inhaber, die selbst entscheiden können, wie viel sie für den Liter nehmen wollen. Freie Tankstellen versuchen aber immer mindestens ein bis zwei Cent unter den Preisen der großen Ketten zu bleiben. Also passen sie genau auf, was große Mineralölkonzern-Ketten anbieten. Und dann gibt ja auch noch die Konkurrenz durch Konzerne, die speziell mit niedrigen Preisen für ihr Tankstellennetz werben.

Wie kann die Regierung den Preis beeinflussen?

Mehr als die Hälfte des Spritpreises machen Steuern aus. Die CDU fordert deshalb die Mineralölsteuer auszusetzen und die Mehrwertsteuer auf 7 Prozent zu senken. Dann bliebe noch der CO2-Preis von 7 bis 8 Cent pro Liter als eine Art Steuer übrig.

Keine Steuersenkungen in Sicht

Nach Einschätzung von Oliver Neuroth aus dem ARD-Hauptstadtstudio ist dies eine typische Oppositionsforderung, weil die CDU dies nicht umsetzen müsste. Neuroth hält eine Steuersenkung in der aktuellen Situation für unwahrscheinlich, weil Milliarden an Steuereinnahmen wegbleiben würden.

Und das in einer Zeit, in der der Staatshaushalt sehr angespannt ist. durch die Pandemie sind riesige Extraposten entstanden, jetzt sollen noch 100 Milliarden für die Bundeswehr dazu kommen, fehlen die Steuereinnahmen durch Benzin und Diesel müsste die Bundesregierung an anderer Stelle sparen.

Bei einem weiteren Anstieg der Preise müsste die Bundesregierung zwar irgendwann mit Steuersenkungen reagieren, so Oliver Neuroth weiter, aber an diesem Punkt sind wir noch nicht.

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