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Christian Kreutzer
Christian Kreutzer (Foto: SWR3)

Viele sitzen seit mehr als zwei Monaten in den Kellern des Stahlwerks von Mariupol. Jetzt hat ein Fotograf Bilder aus dem Innern geschickt. Sie zeigen Kriegsfolgen in all ihrer Härte.

Amputierte, zu Tode erschöpfte Menschen – die Bilder erinnern an Fotografien aus Stalingrad oder Aleppo. Es sind Aufnahmen aus einer Vorhölle, in die seit Wochen Raketen und Artilleriegeschosse einschlagen. Tief unter dem Azow-Stahlwerk, versuchen Ärzte in einem provisorischen Lazarett, Verwundete zu retten. Ein Fotograf des Azow-Regiments hat am Wochenende Bilder von dort geschickt:

Das von der Pressestelle des Asow-Regiments der ukrainischen Nationalgarde über AP zur Verfügung gestellte Foto zeigt einen ukrainischen Soldaten mit gebrochenem und verschraubtem Arm, der im Stahlwerk Azovstal sitzt. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/Azov Special Forces Regiment of the Ukrainian National Guard Press Office/AP | Dmytro 'orest' Kozatskyi)
In den Katakomben von Azovstal: Ein ukrainischer Soldat mit gebrochenem und verschraubtem Arm. picture alliance/dpa/Azov Special Forces Regiment of the Ukrainian National Guard Press Office/AP | Dmytro 'orest' Kozatskyi Bild in Detailansicht öffnen
Ein verwundeter ukrainischer Soldat sitzt auf einer Liege, von der nur noch das Drahtgestell da ist. picture alliance/dpa/Azov Special Forces Regiment of the Ukrainian National Guard Press Office/AP | Dmytro 'orest' Kozatskyi Bild in Detailansicht öffnen
Mitten im Dreck des Fabrik-Kellers: Ein Soldat mit einer Gesichtsverletzung. picture alliance/dpa/Azov Special Forces Regiment of the Ukrainian National Guard Press Office | Dmytro 'orest' Kozatskyi Bild in Detailansicht öffnen
Ein junger Kämpfer im Stahlwerk hat den linken Arm amputiert bekommen. picture alliance/dpa/Azov Special Forces Regiment of the Ukrainian National Guard Press Office/AP | Dmytro 'orest' Kozatskyi Bild in Detailansicht öffnen
Gezeichnet: Dieser Mann trägt Wunden und Verbände – vor allem sein Blick zeigt aber die Verzweiflung und Erschöpfung der Eingeschlossenen. picture alliance/dpa/Azov Special Forces Regiment of the Ukrainian National Guard Press Office | Dmytro 'orest' Kozatskyi Bild in Detailansicht öffnen
Zwei junge Männer mit amputierten Unterschenkeln. IMAGO / Cover-Images Bild in Detailansicht öffnen
Eine Soldat bekommt eine Fleischwunde am Arm zugenäht. IMAGO / Cover-Images Bild in Detailansicht öffnen
Wunden und Dreck: Auch diesem Kämpfer sind die Qualen anzusehen. IMAGO / Cover-Images Bild in Detailansicht öffnen

Auch heute schlagen Bomben im Stahlwerk von Mariupol ein

Man sieht schwer verwundete Soldaten im Halbdunkel des Kellers. Sie tragen Wunden im Gesicht und an den Gliedmaßen – viele offenbar von Explosionen gezeichnet. Der Dreck steht ihnen quasi ins Gesicht geschrieben.

Die meisten dürften jetzt, während wir die Bilder betrachten, immer noch dort unten sitzen. Und die Schlacht geht weiter: Nachdem die meisten Zivilisten gerettet zu sein scheinen, schlagen auch am Donnerstag wieder Bomben im Azow-Stahlwerk ein.

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Radionachrichten 15. August, 18:00 Uhr - SWR3 Nachrichten

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