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Der ehemalige Bundeskanzler weicht nicht von der Seite seines Gönners Wladimir Putin. Immer mehr deutsche Politiker haben jetzt genug.

Politiker von FDP, Grünen und CDU haben sich für Sanktionen gegen Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) wegen dessen russlandfreundlicher Haltung ausgesprochen. „Er gehört so rasch wie möglich auf die Sanktionsliste der Putin-Profiteure“, sagte das FDP-Präsidiumsmitglied Moritz Körner dem Handelsblatt.

FDP-Politiker: Schröder gehört zu Putins „Créme de la Kreml“

Schröder sei heute wichtigster Mann des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Deutschland. „Er gehört nicht mehr zu Créme de la Créme der deutschen Innenpolitik, sondern zur Créme de la Kreml.“

CDU-Politiker: Schröder gehört zu Putins Clique

Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter plädierte ebenfalls für Sanktionen: „Dass sich Schröder immer noch nicht von Putin und Russland distanziert, zeigt nur, wie tief er in dessen Diensten steht“, sagte der Bundestagsabgeordnete dem Handelsblatt.

„Deshalb ist eine Sanktionierung zu befürworten, die ja gerade auch Putins Clique treffen soll. Dazu gehört Schröder.“

Bütikofer: Wer hat sich noch an Putin verkauft?

Auch der grüne Europa-Abgeordnete Reinhard Bütikofer forderte, Sanktionen gegen Schröder und andere ehemalige europäische Politikerinnen und Politiker zu prüfen, „die sich inzwischen an Wladimir Putin verkauft haben“.

Außerdem solle Schröder die Amtsausstattung als ehemaliger Bundeskanzler entzogen werden und er aus der SPD ausgeschlossen werden, sagte Bütikofer dem Handelsblatt.

SPD-Chefin Esken forderte Austritt

Schröder steht massiv in der Kritik, weil er sich trotz des russischen Angriffs auf die Ukraine nicht von seinen Posten bei russischen Energieunternehmen trennt.

SPD-Parteichefin Saskia Esken forderte ihn gerade auf, nach fast 60 Jahren SPD-Mitgliedschaft aus der Partei auszutreten.

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Radionachrichten 15. August, 17:00 Uhr - SWR3 Nachrichten

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