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Vanessa Valkovic
Vanessa Valkovic (Foto: SWR3)
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Jessica Brandt
Jessica Brandt (Foto: SWR3)

So wenig wie möglich zusammenpacken, das Leben zurücklassen und einfach nur raus – fast zwei Millionen Menschen sind nach Angaben der Vereinten Nationen aus der Ukraine in westliche Nachbarländer geflüchtet. Darunter fast nur Frauen und Kinder, Männer dürfen die Ukraine nicht mehr verlassen.

So geht es Frauen und Kindern an der Grenze

Die WDR-Journalistin Isabel Schayani war zehn Tage an drei verschiedenen Grenzübergängen an der polnisch-ukrainischen Grenze und hat dort mit Geflüchteten gesprochen.

Das Schwierigste ist, man kommt an und einerseits sind viele erleichtert für einen Moment, dass sie in Polen sind. Und dann kommt aber – und das Gefühl ist wahrscheinlich mindestens genauso groß – die völlige Ungewissheit.

Viele würden mit der Hoffnung gehen, auch bald wieder zurückzukehren, zum Beispiel nach einer Woche: „Eine Frau hat uns gesagt, sie hat einfach nur Urlaub genommen.“

Flucht aus der Ukraine: Geld ist ein Problem

Eine große Frage sei für die Frauen, wem sie vertrauen sollen, in welchen Transport sie beispielsweise einsteigen. Eine Frau habe zum Beispiel lieber Stunden auf ihren Schwager aus Nordrhein-Westfalen gewartet, als in einen Transport einzusteigen.

Das ist natürlich tatsächlich ein großes Risiko – im Kopf zumindest. [...] Man muss da schon wirklich ein Vertrauen haben, dass man da einsteigt. Ich hatte keinen Anlass, kein Vertrauen zu haben. Aber ich kann verstehen, dass man diese Sorge hat, weil die sich natürlich dieser Person, die sie da mitnimmt, völlig ausliefern.

Ein anderes großes Problem sei das Thema Geld, weil man kein Geld mehr aus der Ukraine herausbekomme. Eine Frau habe ihr erzählt, dass sie bereits nach sechs Tagen die Rente ihrer Mutter aufgebraucht habe und nicht wisse, wie es jetzt weitergeht.

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Olga will ihre Eltern aus der Ukraine holen

Olga kommt aus der Ukraine, lebt aber mittlerweile in Karlsruhe. Doch ihre Eltern sind in der Ukraine und damit vom Krieg betroffen. Sie versuchen, das Land zu verlassen. Doch Olgas Vater ist nicht mehr gut zu Fuß und das stellt die beiden Eltern vor ein großes Problem: Sie kommen nicht an die Grenze ran, da sich davor lange Staus gebildet haben. Olga hat Anfang März mit SWR3 gesprochen. Sie berichtete: Eine Mitfahrgelegenheit bis zur Grenze hätten sie, jedoch eben nur bis zu dem Punkt, an dem die Staus beginnen. Von dort, so Olga, seien es noch knapp 20 Kilometer bis zur Grenze. Eine Strecke, die ihr Vater nicht mehr bewältigen kann.

Hör dir hier die ganze Geschichte an:

Logo SWR3 (Foto: SWR, SWR)

Highlights anhören SWR3-Hörer mit Verwandten in der Ukraine

Dauer

Die Angst ist zu groß, dass meinem Papa auf dem Weg dorthin irgendwas passieren kann.

Aus diesem Grund haben sich Olgas Eltern dazu entschieden, zu Hause in der Ukraine zu bleiben. Dort versuchen sie sich nun, irgendwie zu schützen, erzählt Olga.

Auch SWR3-Hörer Micahel hat einen langen Weg von Baden-Württemberg zur Grenze nach Moldawien auf sich genommen, um dort seine Freundin und ihre dreijährige Tochter abzuholen. Hier ist ihre Geschichte:

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Für Michael aus Villingen-Schwenningen war die Nachricht ein Schock: Russland greift die Ukraine an. Kurzerhand fährt er los, um seine Freundin und ihre Tochter zu holen. SWR3 begleitet ihn auf seiner Reise.  mehr...

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