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Die Omikron-Variante des Coronavirus dominiert jetzt in Deutschland. Bund und Länder wollen die Ausbreitung in den Griff bekommen. Alle Infos dazu!

RKI: Neuer Höchststand bei Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat einen neuen Höchstwert bei den Neuinfektionen gemeldet. 92.223 neue Corona-Fälle wurden registriert, nachdem schon die Tage davor Negativ-Rekorde verzeichnet wurden. Das sind 35.888 Fälle mehr als am Freitag vor einer Woche. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 470,6 von 427,7 am Vortag. 286 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 115.337. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 7,83 Millionen Corona-Tests positiv aus.

So viele Teststellen wie nie in Rheinland-Pfalz

Die Zahl der öffentlichen Corona-Teststellen in Rheinland-Pfalz ist auf 2.158 gestiegen. Das sind so viele wie noch nie seit dem Beginn der Pandemie. Das zuständige Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung rechnet damit, dass es landesweit bald 2.500 sein werden. Das sind deutlich mehr als beim bisherigen Höchststand im Sommer letzten Jahres. Im Juli 2021 gab es landesweit knapp 1.700 Einrichtungen für die kostenlosen Bürgertests. Die meisten Betreiber der Teststellen seien private Unternehmen, so das Landesamt.

Zahl der Corona-Intensivpatienten noch rückläufig

Die anrollende Omikron-Welle in Deutschland schlägt sich bisher noch nicht auf den Intensivstationen nieder. Die Zahl der dort behandelten Corona-Infizierten ist erstmals seit Mitte November wieder knapp unter die 3.000er-Marke gesunken, wie aus Daten des Divi-Intensivregisters hervorgeht (Stand: Donnerstag). Seit dem Höhepunkt der vierten Welle im Dezember mit rund 5.000 Corona-Intensivpatienten gleichzeitig ist die Zahl stetig zurückgegangen. Auch bei den gemeldeten Erstaufnahmen ist der Trend rückläufig. Experten sehen aber noch keinen Grund zur Entwarnung für die nächsten Wochen, unter anderem wegen offener Fragen zu Omikron und einer erwarteten weiteren Zunahme der Ansteckungen.

Veränderte Quarantäne-Regeln passieren den Bundestag

Der Bundestag hat den Weg für die zwischen Bund und Ländern verabredeten neuen Quarantäneregeln in der Corona-Pandemie freigemacht. Die Verordnung, die am Abend gebilligt wurde, schafft unter anderem den rechtlichen Rahmen dafür, dass sich dreifach geimpfte Kontaktpersonen von Corona-Infizierten nicht mehr isolieren müssen. Außerdem werden damit kürzere Quarantänezeiten ermöglicht, um bei stark steigenden Infektionszahlen den personellen Zusammenbruch wichtiger Versorgungsbereiche zu verhindern.

Bevor die Verordnung in Kraft treten kann, muss heute noch der Bundesrat zustimmen. Konkret umgesetzt werden die Regeln dann anschließend von den einzelnen Bundesländern. Damit werden Vereinbarungen der Ministerpräsidentenkonferenz aus der vergangenen Woche umgesetzt.

Omikron jetzt auch in Deutschland dominierend

Die Omikron-Variante des Corona-Virus ist jetzt auch in Deutschland vorherrschend. Inzwischen liegt der bundesweite Anteil bei 73,3 Prozent, wie das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem Wochenbericht mitteilt. Die Verbreitung der über lange Zeit dominierenden Delta-Variante schrumpfte auf 25,9 Prozent. Vor einer Woche hatte das RKI den Omikron-Anteil in Deutschland noch auf 44,3 Prozent beziffert. Dabei steige die Ausbreitung in allen Bundesländern an und liege zwischen elf Prozent in Mecklenburg-Vorpommern und 96 Prozent in Bremen.

Frankreich: Lehrerinnen und Lehrer kritisieren Corona-Politik und streiken

In Frankreich haben Lehrerinnen und Lehrer wegen der Corona-Politik an Schulen gestreikt. Auch Eltern und Oppositionspolitiker gingen auf die Straße. Die Lehrer kritisieren etwa eine aus ihrer Sicht chaotische Kommunikation. Über Änderungen würden sie nur kurzfristig informiert. Außerdem fordern sie mehr staatliche Unterstützung, etwa FFP2-Masken oder Luftfilter für die Klassenräume. Die Corona-Maßnahmen für Bildungseinrichtungen in Frankreich hatten sich allein seit Anfang des Jahres dreimal geändert. Wegen des Streiks war nach Gewerkschaftsangaben landesweit jede zweite Grundschule geschlossen - auch im Elsass blieben viele Schulen zu.

Wegen Covid-Ausbruch: VW fährt Werke in China runter

Volkswagen hat wegen eines Covid-Ausbruchs zwei Werke im chinesischen Tianjin heruntergefahren. Ein Sprecher sagte, einige Mitarbeitende hätten sich mit dem Corona-Virus infiziert. In der Millionenstadt breitet sich die Omikron-Variante des Corona-Virus aus. Millionen Einwohnerinnen und Einwohner wurden bereits zweimal getestet, die Stadt ist im Teil-Lockdown. Davon sind auch mehr als 100 deutsche Unternehmen betroffen. Tianjin liegt etwa 100 Kilometer von der chinesischen Hauptstadt Peking entfernt. Dort sollen am 4. Februar die Olympischen Winterspiele beginnen.

BW will FFP2-Masken in Bus und Bahn

Baden-Württemberg will eine bundesweite FFP2-Masken-Pflicht auch in Bussen und Bahnen erreichen. In einem Brief an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) dringen Landes-Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) und sein Verkehrskollege Winfried Hermann (Grüne) darauf, diese Verschärfung in die Tat umzusetzen. Das Land wolle vorerst aber nicht mit einer eigenen Regelung vorpreschen, um einen Flickenteppich zu vermeiden. Das wird von der Opposition heftig kritisiert. Die SPD meint: die Landesregierung eiere herum und rufe hilflos nach dem Bund. Auch die FDP fordert, eine FFP2-Maskenpflicht nach dem Vorbild von Bayern unabhängig vom Bund einzuführen.

Luca-App steht immer wieder in Kritik

Die Luca-App sollte das Ende von Dauer-Lockdowns und Zettelchaos bedeuten. In 13 Bundesländern war die App zwischenzeitlich im Einsatz und wurde oder wird dort von Gesundheitsämtern, der Gastronomie und der Kulturbranche genutzt. Gleichzeitig gibt es aber auch immer mehr Kritik – besonders wegen Sicherheitslücken, die theoretisch sogar ganze Gesundheitsämter lahmlegen könnten. Schleswig-Holstein hat schon angekündigt, die Lizenz nicht zu verlängern. In zwölf Bundesländern – darunter auch Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz – wird aktuell geprüft, ob die Lizenz weiter verlängert wird.

Coronavirus Immer wieder Kritik an der „luca“-App

Die Luca-App sollte das Ende von Dauer-Lockdowns und Zettelchaos bedeuten. Doch inzwischen gerät sie wegen verschiedener Sicherheitslücken immer wieder in Kritik.  mehr...

Stadt Koblenz verbietet Protestmärsche gegen Coronamaßnahmen

Die Stadt Koblenz verbietet die unangemeldeten Protestmärsche gegen die Coronamaßnahmen. Das hat die Stadt am Donnerstagnachmittag mitgeteilt. Grund dafür seien die Übergriffe und die fehlenden Corona-Schutzmaßnahmen bei den vergangenen Protesten gewesen, sagte der Koblenzer Oberbürgermeister David Langner am Nachmittag. Den Protestmärschen hatten sich zum Teil mehrere Tausend Menschen beteiligt. Viele von ihnen ohne Abstand und Maske. Die unangemeldeten Demonstrationen will die Stadt nun nicht mehr hinnehmen und erlässt deswegen eine Allgemeinverfügung. Damit folgt sie der Forderung vieler Stadtratsfraktionen und Organisationen, die ein Verbot der Proteste gefordert haben. Es sei weiterhin möglich, öffentliche Versammlungen offiziell anzumelden, heißt es von der Stadt.

Pflegekräfte vermissen Rückhalt aus der Politik

Pflegekräfte in der Altenpflege fühlen sich von der Politik nicht verstanden und sehen wenig Besserung. Das geht aus einer Umfrage des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe hervor. Fast drei Viertel der befragten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden, dass sich der Fachkräftemangel in ihrem Bereich verschärft hat. 40 Prozent tragen sich demnach mit dem Gedanken, ihren Beruf aufzugeben. Insgesamt wurden rund 700 Pflegekräfte befragt. 96 Prozent gaben an, sie glaubten nicht, dass die Verantwortlichen aus der Politik ihre Lage verstanden hätten.

Großteil der Covid-Patienten auf Intensivstationen sind ungeimpft

Der Großteil der Covid-Patienten auf den Intensivstationen in Deutschland sind ungeimpft. Zwischen dem 14. Dezember 2021 und dem 12. Januar 2022 seien fast zwei Drittel der Covid-19-Neuaufnahmen mit bekanntem Impfstatus ungeimpft gewesen, teilen das Robert-Koch-Institut (RKI) und die Deutsche Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) mit. 9,6 Prozent hätten einen unvollständigen Immunschutz (Genesen ohne Impfung bzw. Teil-Immunisierung) aufgewiesen. 28,4 Prozent der Covid-19-Aufnahmen auf Intensivstationen hatte demnach einen vollständigen Impfschutz (Grundimmunisierung oder Booster), der Anteil mit Boosterimpfung habe dabei etwa 5,8 Prozent betragen.

Kontakt mit Infiziertem: Heil in Quarantäne

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) ist wegen des Kontakts zu einer positiv getesteten Person in häuslicher Quarantäne. Das sagt Kerstin Griese, parlamentarische Staatssekretärin im Arbeitsministerium. Heil kann damit seine Pläne für die laufende Amtszeit nicht selbst im Bundestag vorstellen.

Lauerbach lobt Stiko-Entscheidung für Booster für Jugendliche

Jetzt haben alle Jugendlichen und ihre Eltern Gewissheit: Auch bei 12- bis 17-Jährigen ist Boostern empfehlenswert“, teilte der SPD-Gesundheitsminister mit. Zudem habe die Ständige Impfkommission nun klar gestellt, dass eine Impfung mit dem Impfstoff von Johnson&Johnson wie eine Impfung zähle. „Das sind wichtige Einschätzungen mit aktueller Alltagsrelevanz.“ Es sei gut, dass die Impfkommission so schnell reagiert habe.

Wir haben gestern mit EU Zustimmung 5 Mio Dosen BionTech Impfstoff von Rumänien erworben. Dort wurde der Impfstoff nicht gebraucht. Für die Boosterimpfung auch von 12-17 Jährigen ist dies eine wesentliche Verbesserung. Diese Impfung schützt oft vor Schulausfall und ist wichtig.

Stiko empfiehlt Booster-Impfung für alle 12- bis 17-Jährigen

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt nun auch allen 12- bis 17-jährigen Kindern und Jugendlichen eine Corona-Auffrischimpfung. Das teilte die beim Robert-Koch-Institut angesiedelte Stiko mit. Die dritte Impfdosis mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer sollte in einem Mindestabstand von drei Monaten zur vorangegangenen Impfung verabreicht werden.

BDI: notfalls Impfpflicht

Der Industrieverband BDI befürwortet als letztes Mittel eine Impfpflicht. Dem dürfe sich Deutschland nach sorgfältiger Abwägung im Interesse aller nicht verweigern, sagt BDI-Präsident Siegfried Russwurm. Impfen sei nach wie vor die beste Medizin gegen das Virus.

Impftempo beschleunigt sich leicht

Die Impfungen gegen das Coronavirus kommen in Deutschland etwas schneller voran. Am Mittwoch wurden 780.000 Impfdosen verabreicht - rund 66.000 mehr als tags zuvor, wie das Robert Koch-Institut mitteilte. Demnach sind nun mindestens 72,3 Prozent der Bevölkerung zweifach geimpft oder haben die Einmalimpfung von Johnson & Johnson erhalten.

45,1 Prozent haben zudem eine Auffrischungsimpfung bekommen. Nicht geimpft sind 20,9 Millionen Menschen oder gut ein Viertel der Bevölkerung. Dazu gehören auch 4,0 Millionen Kleinkinder bis vier Jahre, für die noch kein Impfstoff zugelassen ist.

Demonstration gegen Corona-Politik in Salzgitter eskaliert

Eine nicht angemeldete Protestaktion gegen die Corona-Politik ist in Salzgitter am Mittwochabend nach Polizeiangaben eskaliert. Aus einer Gruppe von 50 Personen heraus seien Beamte beschimpft, beleidigt und körperlich angegriffen worden, als sie die Versammlung auflösen wollten, teilte ein Polizeisprecher mit.

Die Polizei habe mehrere Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten und Straftaten eingeleitet und drei Personen in Gewahrsam genommen. Ersten Ermittlungen zufolge seien unter den Beteiligten auch Angehörige der rechten Szene gewesen.

Nach „Partygate“: Johnson fällt in Umfragen zurück

Die „Partygate“-Affäre des britischen Premierministers Boris Johnson kostet seine regierende Konservative Partei zunehmend Unterstützung. Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Times zufolge wuchs der Vorsprung der oppositionellen Labour-Partei vor Johnsons Tories auf zehn Prozentpunkte - die größte Differenz seit Dezember 2013.

Einige Tory-Abgeordnete, darunter mit Douglas Ross der Chef der schottischen Konservativen, haben den Premier bereits öffentlich zum Rücktritt aufgefordert. Johnson hatte sich am Mittwoch im Unterhaus für eine Gartenparty in der Downing Street während des ersten Corona-Lockdowns im Mai 2020 entschuldigt.

Faeser an Demonstranten: Nicht versuchen, die Polizei auszutricksen

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat an Demonstranten gegen Corona-Maßnahmen appelliert, sich möglichst nur an angemeldeten Versammlungen zu beteiligen. Die Veranstaltungen würden immer kleinteiliger, die „Spreizung“ mache es den Behörden immer schwieriger, sagte die SPD-Politikerin am Donnerstag im Deutschlandfunk.

Die Menschen hätten das Recht auf die Straße zu gehen und ihre Meinung zu sagen. „Das kann ich natürlich auch in einer normal angemeldeten Versammlung. Und dafür muss ich nicht die Sicherheitsbehörden versuchen auszutricksen“, betonte Faeser. Wer sein Demonstrationsrecht wahrnehmen wolle, solle das auf einem geordneten Weg tun. „Machen Sie es unseren Sicherheitsbehörden nicht noch schwieriger“, rief die Ministerin Demonstranten auf.

Zum Messenger-Dienst Telegram sagte Nancy Faeser, Deutschland könne sich nicht bieten lassen, dass dort Hass und Hetze verbreitet werde - egal ob gegen Lokalpolitiker oder Ministerpräsidenten. „Deswegen tun wir sehr viel, da ranzukommen.“ Eine Abschaltung sei ultima ratio.

Chef des Corona-Krisenstabs rechnet mit Engpässen bei Tests

Wegen der rasant steigenden Infektionszahlen stehen im Kampf gegen die Omikron-Welle nach Einschätzung des Leiters des Corona-Krisenstabes der Bundesregierung, Generalmajor Carsten Breuer, bald voraussichtlich nicht mehr genügend Testkapazitäten für die gesamte Bevölkerung zur Verfügung.

„Wir werden mit Sicherheit wie bei allen knappen Ressourcen Kapazitäten bündeln müssen, wo es erforderlich ist“, sagte Breuer der Süddeutschen Zeitung. „Das gilt auch für Tests. Sobald es irgendwo eng wird, muss ich priorisieren. Da haben Beschäftigte in der kritischen Infrastruktur Vorrang“, sagte er weiter.

Lauterbach sieht Impfziel bis Ende Januar in Gefahr

Das Corona-Impfziel der Bundesregierung bis Ende Januar ist nach Einschätzung von Gesundheitsminister Karl Lauterbach stark in Gefahr. Der SPD-Politiker sagte dem Nachrichtenportal The Pioneer: „Es wird sehr schwer sein, das ist klar.“

Bis Ende Januar sollen nach den Plänen der Ampel-Koalition 80 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens einmal geimpft sein. Bis Mittwochmorgen erhielten 74,8 Prozent - oder 62,2 Millionen Menschen - mindestens eine Impfdosis.

Wieder Tageshöchstwert bei Neuinfektionen in Deutschland

Deutschland verzeichnet den zweiten Tag in Folge einen Höchstwert bei den täglichen Corona-Neuinfektionen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts haben die Gesundheitsämter gut 81.400 neue Fälle gemeldet - rund 1.000 mehr als der bisherige Höchstwert von gestern. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gestiegen – auf knapp 428. Zudem gab es 316 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus.

Frankreich verschärft Regeln für Ungeimpfte

Der französische Senat hat strengeren Corona-Regeln zugestimmt. Damit dürfen ungeimpfte Menschen bald nicht mehr in Restaurants oder Kultureinrichtungen und können keine Fernzüge und Flüge mehr nutzen. Das soll so lange gelten, wie sich mehr als 10.000 Corona-Patienten in französischen Kliniken befinden. Aktuell sind es rund 24.000.

Dänemarkt lockert und startet mit vierter Impfung

Dänemark lockert seine Corona-Regeln - trotz hoher Infektionszahlen. Zum Beispiel dürfen nach Regierungsangaben viele Freizeiteinrichtungen ab Sonntag wieder öffnen, vielerorts aber mit 3G-Regelung. Besonders gefährdete Menschen können sich bald eine vierte Impfung geben lassen, wie das Gesundheitsministerium ankündigte. Es wies außerdem darauf hin, dass man die Lage auf den Intensivstationen im Griff habe.

Behörden in BW und RLP versuchen an Daten aus Luca-App heran zu kommen

In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz haben mindestens fünf weitere Ermittlungsbehörden trotz Verbots versucht, über Gesundheitsämter Daten aus der Luca-App zu erfragen. Das hat eine SWR-Recherche ergeben. Betroffen war demnach das Gesundheitsamt des Rhein-Pfalz-Kreises, des Kreises Südwestpfalz sowie des Kreises Heilbronn, Breisgau-Hochschwarzwald und Rhein-Neckar-Kreises - alle Auskünfte seien abgelehnt worden. In Mainz stehen Ermittlungsbehörden und Gesundheitsamt seit Ende vergangener Woche in der Kritik, weil sie zur Klärung eines Todesfalls verbotenerweise die Daten in einer Gaststätte angefragt und genutzt hatten. Am Donnerstag befasst sich der Rechtsausschuss des Mainzer Landtags mit dem Thema.

UN nennt Diskussion um Impfpflicht Luxus

Angesichts der Debatte um eine Corona-Impfpflicht in Industrienationen wie Deutschland werben die Vereinten Nationen für eine bessere globale Verteilung der Impfstoffe. Ein Sprecher der UN in New York bezeichnete die Impfpflicht-Debatte als Luxus. Er forderte, sich darauf zu konzentrieren, die Impfstoffe an Orte zu bringen, die sie brauchten. Während in vielen ärmeren Staaten noch nicht alle Menschen immunisiert sind, plant die Bundesregierung eine Impfpflicht für alle Erwachsenen.

Ex-Corona-Hotspots im Osten haben jetzt wenigste Neuinfektionen

Der einstige Corona-Hotspot Sachsen hat inzwischen den niedrigsten Inzidenzwert bundesweit. Auch Thüringen liegt nach Negativrekorden Ende 2021 bei den Corona-Zahlen nun weit unter dem Bundesschnitt, ebenso wie Sachsen-Anhalt. Dies geht aus den am Mittwoch veröffentlichten Zahlen des Robert Koch-Instituts hervor. Bundesweit liegt die Inzidenz bei 407,5 – in Sachsen bei 239,5.

Forscher sehen das aber nur als Atempause. Spätestens Ende Januar erwarten wir einen Wiederanstieg, sagte der Leipziger Epidemiologe Markus Scholz der Deutschen Presse-Agentur. Auch eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Erfurt gehe von einer baldigen Verschärfung der Lage aus.

Scholz will Impfpflicht für Erwachsene

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich für eine Impfpflicht für alle Erwachsenen ausgesprochen. In seiner ersten Regierungsbefragung im Bundestag sagte Scholz, eine entsprechende Regelung müsse möglichst unbürokratisch und schlank sein. Damit spricht sich Scholz gegen Vorschläge aus, eine Impfpflicht nur für bestimmte Altersgruppen einzuführen. Insgesamt halte er eine Impfpflicht für notwendig und werde sich aktiv dafür einsetzen. Scholz nannte außerdem die geltenden Corona-Regeln einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Wegen der schnellen Ausbreitung der Omikron-Variante würden die Infektionszahlen dennoch steigen. Deswegen sei Nicht-Impfen auch keine persönliche Entscheidung, sondern habe Konsequenzen für das ganze Land.

Madrid erwägt Lockerung der Corona-Überwachung - und erntet Kritik

Die spanische Regierung will die Überwachung der Corona-Infektionen lockern - das stößt aber auf Widerstand. Die Regierung sagt, sie wolle damit das überforderte Gesundheitswesen entlasten. Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte am Montag im Interview des Radiosenders Cadena Ser erklärt, spanische Experten arbeiteten seit Wochen daran, Covid-19 etwa wie eine Grippe zu behandeln und die Entwicklung der Infektionsfälle anhand eines Wächtersystems zu überwachen. Man müsse berücksichtigen, dass Covid-19 sich von einer Pandemie zu einer endemischen Krankheit entwickle, auf die man mit neuen Instrumenten reagieren müsse. Kritik an der Idee wurde nicht nur in Spanien laut. Auch die WHO Europa sieht die Zeit noch nicht gekommen, die Pandemie zu einer Endemie zu erklären.

Omikron: Rund 500 Ex-Lehrer wollen in englischen Schulen aushelfen

In England haben sich etwa 500 ehemalige Lehrerinnen und Lehrer aus dem Ruhestand gemeldet. Das geht aus vorläufigen Zahlen hervor, die das britische Bildungsministerium am Mittwoch herausgegeben hat. Bildungsminister Nadhim Zahawi hatte Lehrkräfte im Ruhestand dazu aufgerufen, sich als temporäre Aushilfen zu melden, da die aktuelle Corona-Welle für massive Personalausfälle in vielen kritischen Branchen sorgt. Zu Schulbeginn nach den Weihnachtsferien war dem Bildungsministerium zufolge rund eine von zwölf Lehrkräften in England krankgeschrieben, das entspricht rund 44.000 Beschäftigten.

Ein Drittel der Pflegeheimbewohner nicht geboostert

In Alten- und Pflegeheimen in Baden-Württemberg haben bislang nur zwei von drei Bewohnern eine Corona-Auffrischimpfung erhalten. Rund 90 Prozent sind erst- oder zweitgeimpft, teilte das Sozialministerium am Mittwoch in Stuttgart auf Grundlage einer Auswertung des Landesgesundheitsamts mit. Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) rief die Einrichtungen in einem Schreiben dazu auf, die umfangreichen Impfangebote besser zu nutzen. Er erinnerte auch daran, dass die Mehrzahl der jüngst in Heimen an Covid-19 Gestorbenen nicht oder nicht vollständig gegen das Coronavirus geimpft gewesen sei.

Zahl der Omikron-Fälle in China steigt

Drei Wochen vor den Olympischen Winterspielen weitet sich der Omikron-Ausbruch in Pekings Nachbarstadt Tianjin aus. Wie die Behörden der Millionenmetropole am Mittwoch mitteilten, wurden weitere 33 Fälle mit der ansteckenderen Variante des Coronavirus entdeckt. Die Stadt ordnete eine zweite Runde von Massentests an, bei der die gesamte Bevölkerung getestet werden soll.

Am Sonntag waren die ersten lokalen Omikron-Fälle Chinas in Tianjin festgestellt worden. Gesundheitsämter rechneten mit weiteren Infektionen. Omikron dürfte die strikte Null-Covid-Strategie Chinas mit Massentests, Ausgangssperren, Quarantäne und Abschottung schwer auf die Probe stellen. Am 4. Februar sollen in Peking die Winterspiele beginnen.

Mietminderung für Gewerbe bei Corona-Lockdown möglich

Wer ein Gewerbe hat, kann einen Anspruch auf Mietminderung haben, wenn das Geschäft wegen eines Corona-Lockdowns schließen musste. Das hat der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entschieden. Allerdings muss demnach jeder Einzelfall geprüft werden. Mit eingerechnet werden muss dem Gericht zufolge zum Beispiel, wie groß die Umsatzeinbußen durch die Pandemie für das Geschäft sind. Auch mögliche staatliche Hilfsleistungen oder Zahlungen von Versicherungen spielen bei der Berechnung der Mietminderung demnach eine Rolle. Zur Begründung erklärte der BGH, sowohl Mieter als auch Vermieter seien im gewerblichen Bereich durch die Corona-Pandemie belastet. Da aber keine Seite eine Verantwortung für diese Frage trage, sei eine Halb-Halb-Aufteilung der Miete zu pauschal.

Erstmals mehr als 80.000 Neuinfektionen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat einen neuen Tageshöchstwert erreicht. Laut Robert Koch-Institut sind in den vergangenen 24 Stunden 80.430 neue Infektionen gemeldet worden. Der bisherige Rekord waren 65.371 Neuinfektionen am 18. November 2021. Die Sieben-Tage-Inzidenz überstieg unterdessen die Marke von 400. Am Mittwochmorgen betrug sie 407,5. Am Vortag waren es noch 387,9. Vor einer Woche lag die Inzidenz noch bei 258,6.

Provinz in Kanada will Steuer für Ungeimpfte einführen

Als erste Provinz in Kanada will Quebec Geldstrafen für Menschen einführen, die sich nicht gegen Corona impfen lassen wollen. Premier François Legault sagte, die Höhe der Strafe stehe noch nicht fest, werde aber erheblich sein. Legault warf den Impfverweigerern vor, „unsere Krankenhäuser zu verstopfen“. Ungeimpfte seien „eine finanzielle Belastung“ für ihre Mitbürger. „Es ist nicht Sache aller Bewohner Québecs, dafür zu bezahlen.“ Aus der Opposition kam Kritik.

Patientenschützer fordert Verzicht auf Impfpflicht - stattdessen 4. Impfung

Patientenschützer fordern Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) auf, die geplante allgemeine Corona-Impfpflicht aufzugeben. Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: Die Diskussion darüber überschatte aktuell alles, obwohl eine Impfpflicht von Tag zu Tag unwahrscheinlicher werde. Schon viel zu lange seien dringendere Themen aufgeschoben worden, so Brysch. Er betonte aber auch noch einmal, klar sei, dass die Impfung der beste Schutz vor Corona sei. Jeder sollte die Möglichkeit erhalten, bis zum Sommer ein viertes Impfangebot mit den aktuell verfügbaren Wirkstoffen in Anspruch nehmen zu dürfen, forderte Brysch.

Deutschland kauft Millionen Impfdosen von Rumänien auf

Deutschland hat sich fünf Millionen Biontech-Impfdosen gesichert. Laut Bundesgesundheitsministerium stammen sie aus dem EU-Kontingent von Rumänien, dort würden sie aber nicht gebraucht. In Deutschland sollen die Dosen ab dem 24. Januar zur Verfügung stehen. In den nächsten drei Wochen könne so mit Biontech- und Moderna-Impfstoffen allen eine Booster-Impfung ermöglicht werden, die es wollten, so das Ministerium weiter.

Karneval der Kulturen in Berlin fällt erneut aus

Der Karneval der Kulturen in Berlin fällt auch in diesem Jahr wegen der Pandemie aus - zum dritten Mal in Folge. Wie die Organisatoren mitteilten, ist es kaum möglich, die Veranstaltung im Juni unter Einhaltung aller Corona-Richtlinien durchzuführen. Im vergangenen Jahr hatten die Veranstalter statt des üblichen Umzugs mit Straßenfest dezentrale Veranstaltungen angekündigt, sagten jedoch auch dieses Format kurzfristig wieder ab. Die Pause solle nun dafür genutzt werden, das Konzept des Karnevals zu überdenken, erklärten die Organisatoren.

Fast 370.000 Neuinfektionen in Frankreich

Frankreich hat mit mehr als 368.000 registrierten Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages einen Rekordwert verzeichnet. Nach Angaben der französischen Gesundheitsbehörde vom Dienstagabend wurden innerhalb von 24 Stunden 368.149 Neuinfektion gemeldet. Der bisherige Höchstwert vom vergangenen Mittwoch hatte bei 332.252 registrierten Ansteckungen gelegen.

Die Fallzahlen in Frankreich sind über die vergangenen Wochen in die Höhe geschnellt. Die Omikron-Variante des Coronavirus ist mittlerweile vorherrschend im Land. Der Inzidenzwert lag landesweit zuletzt bei 2.790. Er gibt an, wie viele Infektionen innerhalb einer Woche auf 100.000 Menschen erfasst wurden.

Omikron-Verbreitung in den USA bei fast 100 Prozent

In den USA machen Omikron-Infektionen inzwischen 98,3 Prozent aller Covid-Fälle aus. Das hat die Seuchenbehörde CDC bekanntgegeben.

Auch in Russland verbreitet sich die Omikron-Variante immer schneller. Die Gesundheitsbehörden dort sagen, dass es in den kommenden Wochen einen „sehr intensiven“ Anstieg der Omikron-Fälle geben könnte.

Corona breitet sich in Frankreich schnell aus

In Frankreich breitet sich das Coronavirus schnell aus. Gesundheitsminister Olivier Veran rechnet für Dienstag mit mehr als 350.000 Neuinfektionen – so viele wie noch nie innerhalb von 24 Stunden. Der bislang höchste Stand wurde am 5. Januar mit 332.252 gemeldeten Fällen erreicht. „Solche Zahlen hat es seit Beginn der Gesundheitskrise nicht gegeben“, sagte Veran in der Nationalversammlung.

Brinkhaus: Union offen für Impfpflicht-Gespräche

Die Union ist laut Bundestags-Fraktionschef Ralph Brinkhaus offen für Gespräche über eine allgemeine Impfpflicht. Dies brauche einen breiten Konsens im Parlament und müsse unabhängig von der gegenwärtigen Corona-Variante Omikron diskutiert werden. „Wir sind dazu bereit.“ Die jetzige Welle würde eine Impfpflicht ohnehin nicht brechen können. Fraktions-Vize Sepp Müller wirft der Ampel-Koalition vor, ihre Versprechen nicht zu halten – schnelle Booster-Impfungen und mehr Erstimpfungen beispielsweise. Es gehe jetzt darum, Schnelltests auf den neuesten Stand zu bringen. „30 Prozent sind nicht brauchbar.“ Außerdem müssten die Laborkapazitäten für PCR-Tests ausgeweitet werden.

Bayern versichtet auf 2G-Plus in Gastronomie

Bayern hält an seinen bisherigen Corona-Regeln fest und verzichtet damit auf die Einführung einer 2G-Plus-Regelung für die Gastronomie. Die Gastrobranche sei in vielen Bereichen stark eingeschränkt, sagt Staatskanzleichef Florian Herrmann, so gelte eine Sperrstunde, Bars und Clubs seien geschlossen.

Rund 1.800 Menschen erhalten abgelaufenen Biontech-Impfstoff

In einem Impfzentrum in Oberbayern sind Anfang des Jahres abgelaufene Dosen des Biontech-Impfstoffs verabreicht worden. Betroffen seien rund 1.800 Menschen, sagte der Geschäftsführer der Betreiberfirma Tresec, Liam Klages, auf Anfrage. Sie seien zwischen dem 4. und dem 6. Januar im Impfzentrum in Ebersberg, in der Außenstelle Poing oder von einem mobilen Team geimpft worden. Die Dosen seien bereits zum 31. Dezember abgelaufen gewesen. Gesundheitliche Schäden oder nachträgliche Auswirkungen schließt Tresec aus. Auch eine reduzierte Wirksamkeit des Impfstoffs bei ansonsten ordnungsgemäßer Lagerung und Handhabung sei nicht zu erwarten und in ähnlichen Fällen andernorts nicht aufgetreten.

Die Firma sprach von menschlichem Versagen und entließ zwei Beschäftigte. Sie hätten eine Dienstanweisung nicht korrekt ausgeführt, mit der das Verfallsdatum nach Entnahme aus der Tiefkühllagerung errechnet werde. Betroffene können im Impfzentrum kostenlos ihre Antikörper bestimmen lassen und sich gegebenenfalls erneut impfen lassen. Zudem habe man eine Hotline eingerichtet. aus.

Omikron-Infizierte sind laut Studien häufiger symptomlos

Bei der Omikron-Variante ist nach vorläufigen Ergebnissen zweier südafrikanischer Studien der Anteil der Menschen ohne Symptome unter den Infizierten viel höher als bei früheren Varianten. Weitaus mehr Menschen, die positiv getestet wurden, hatten demnach im Vergleich zu früheren Studien keine Symptome. Das könnte erklären, warum sich die Variante so schnell weltweit ausbreitet, erklärten die Wissenschaftler der Studien Ubuntu und Sisonke.

Junger Karlsruher ruft zur Impfung auf – bei Demo gegen Corona-Regeln

Er bekommt das Mikro der Karlsruher Querdenkerbewegung – und nutzt seine Redezeit zum Impfaufruf. Die ganze Geschichte könnt ihr hier lesen:

Er wird im Netz gefeiert Junger Karlsruher ruft zur Impfung auf – bei Demo gegen Corona-Regeln

Sein Auftritt geht viral – der junge Mann, der als einer von wenigen eine Maske trägt und sich mit klaren, nüchternen und eindringlichen Worten gegen die Demonstranten stellt.  mehr...

Bundestag verschärft eigene Corona-Regeln

Angesichts der steigenden Infektionszahlen werden im Deutschen Bundestag die Sicherheitsmaßnahmen weiter verschärft. Zugang zum Plenarsaal werden bei Sitzungen künftig nur noch Abgeordnete und Mitarbeiter haben, die mindestens doppelt geimpft oder genesen und einfach geimpft sind. Sie müssen zudem einen aktuellen negativen Coronatest vorweisen. Das geht aus einem Schreiben des Direktors beim Deutschen Bundestag, Lorenz Müller, an alle 736 Abgeordneten hervor.

Von der Pflicht zur Vorlage eines Testergebnisses ist demnach nur ausgenommen, wer geboostert oder genesen und doppelt geimpft ist. Wer weder geimpft noch genesen ist, kann die Sitzungen ab dieser Sitzungswoche nur noch dann von der Tribüne aus verfolgen, wenn er ein negatives Testergebnis vorweisen kann. Wer dies nicht tut, bekommt keinen Zutritt mehr. Zudem sind ab sofort in allen Gebäuden des Bundestags FFP2-Masken zu tragen. Die weniger sicheren OP-Masken dürfen nicht mehr verwendet werden.

🗓️ Die erste Sitzungswoche des Jahres steht an🔔 Am Mittwoch ab 13 Uhr🕐 findet die erste Regierungsbefragung der Wahlperiode mit Bundeskanzler #Scholz (SPD) im #Bundestag statt. Außerdem stellen alle Fachminister zum Jahresauftakt die wichtigsten Vorhaben ihrer Häuser vor.🗺️ https://t.co/WQRrPCQMtg

Lauterbach: „Wir lassen uns nicht erpressen!“

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat die deutsche Corona-Politik angesichts erneuter bundesweiter Proteste verteidigt. Im ARD-Magazin hart aber fair sagte der SPD-Politiker, man lasse sich nicht erpressen. Der Staat müsse die Mehrheitsmeinung respektieren, die demokratisch legitimiert sei. Er dürfe nicht seine Beschlusslage ändern, nur weil eine kleine Gruppe Druck mache, so Lauterbach. Bundesweit hatten am Abend tausende Menschen teils unangemeldet protestiert. In einigen Städten wurden Polizisten angegriffen – etwa im sächsischen Bautzen sowie in Celle und Gifhorn in Niedersachsen.

Apotheken rechnen mit Impfstart in zwei Wochen

Die Apotheken in Deutschland rechnen damit, innerhalb der nächsten zwei Wochen mit Corona-Impfungen beginnen zu können. Das hat das Vorstandsmitglied des Deutschen Apothekerverbands, Thomas Preis, der Rheinischen Post gesagt. Zunächst müssten die Apotheken jetzt Impfstoffe bestellen, aber das Interesse sei sehr groß, so Preis. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten gestern eine Änderung der Impfverordnung auf den Weg gebracht. Danach sollen neben Apothekern auch Zahn- sowie Tierärzte gegen Corona impfen dürfen.

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