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SWR3 Nachrichten-Team

Wir sind im dritten Winter der Corona-Pandemie. Wie gut ist Deutschland gerüstet? Alle Infos dazu hier!

China lockert strikte Null-Covid-Maßnahmen

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat China seine harten Null-Covid-Maßnahmen nach Protesten in der Bevölkerung etwas gelockert. Der Staatsrat des 1,4-Milliarden-Einwohner-Landes verkündete am Mittwoch in Peking einen neuen Zehn-Punkte-Plan. Dazu gehören Erleichterungen für Quarantäne, PCR-Tests und Lockdowns. Für asymptomatisch Infizierte und bei leichten Krankheitsverläufen soll es „grundsätzlich“ möglich sein, auch zuhause in Isolation zu gehen.

Nach einer Woche Heimquarantäne sind dann zwei negative PCR-Tests nötig, um sich wieder frei bewegen zu können. Enge Kontaktpersonen sollen sich fünf Tage zuhause isolieren und dann freitesten können. Die anhaltenden strikten Beschränkungen nach inzwischen schon fast drei Jahren Pandemie hatten in dem riesigen Land für Unmut gesorgt. Vor knapp zwei Wochen rollte die größte Protestwelle seit Jahrzehnten durch verschiedene chinesische Städte.

Null-Covid-Politik China kündigt landesweite Lockerungen an

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat China seine strikten Null-Covid-Maßnahmen etwas gelockert. Der Staatsrat verkündete einen neuen Zehn-Punkte-Plan mit Erleichterungen für Qua…

Saarland: keine Isolationspflicht mehr

Im Saarland fällt am Samstag die Isolationspflicht für Corona-Infizierte weg. Das hat das Landeskabinett beschlossen und folgt damit Bundesländern wie Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, wo das schon seit einiger Zeit so ist. An der Maskenpflicht in Bus und Bahn wird in diesen drei Ländern hingegen noch festgehalten.

Auch Sachsen-Anhalt kippt Maskenpflicht im ÖPNV

Zwei Bundesländer verzichten auf die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr. Nach Bayern hat auch Sachsen-Anhalt angekündigt, beim Corona-Schutz auf mehr Eigenverantwortung zu setzen. In Sachsen-Anhalt fällt die Maskenpflicht übermorgen weg, in Bayern am Samstag. In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz bleibt die Maske in Bus und Bahn noch vorgeschrieben. Gestern hatten die Länder-Gesundheitsminister über das Thema beraten, aber keine einheitliche Linie gefunden.

Bayern: Bald keine Maskenpflicht mehr im ÖPNV

In Bayern fällt ab Samstag die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) weg. Dann gilt dort nur noch eine Empfehlung, sich in Bus und Bahn mit Maske zu schützen. Begründet wird das mit einer stabilen Corona-Infektionslage. Bayern ist das erste Bundesland, das im ÖPNV entsprechend lockert. Landesgesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) sagte, es gehe jetzt um Eigenverantwortung. In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz bleibt die Maske in Bus und Bahn noch vorgeschrieben. Gestern hatten die Länder-Gesundheitsminister über das Thema beraten, aber keine einheitliche Linie gefunden.

Mehr Eigenverantwortung: Ab Samstag entfällt in Bayern die #Maskenpflicht im ÖPNV. Stattdessen gilt eine Empfehlung. Der Vorschlag von Gesundheitsminister @klausholetschek ist richtig. Die Infektionslage ist seit langem stabil. Wir orientieren uns damit am Beispiel Österreichs.

Bundesverfassungsgericht: Corona-Wiederaufbau-Fonds verfassungsgemäß

Die deutsche Beteiligung am Corona-Wiederaufbau-Fonds der Europäischen Union ist verfassungsgemäß. Das hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden. Es wies zwei Verfassungsbeschwerden ab, die sich gegen die vom Bundestag dazu beschlossenen Gesetze richten. Der Zweite Senat urteilte, die haushaltspolitische Gesamtverantwortung des Bundestags werde nicht beeinträchtigt. Allerdings ist die Entscheidung selbst unter den Richterinnen und Richtern umstritten: Sie erging mit sechs Stimmen zu einer.

Die Bundesgesetze erlauben der EU-Kommission, Schulden am Kapitalmarkt aufzunehmen, um damit einen 750 Milliarden Euro großen Fonds einzurichten. Mit dem Geld sollen EU-Staaten Corona-Folgen abmildern. Die Kläger hatten unter anderem kritisiert, für eine gemeinsame Schuldenaufnahme der EU gebe es keine Vertragsgrundlage.

Corona-Wiederaufbaufonds der EU Verfassungsbeschwerden scheitern in Karlsruhe

Deutschland darf sich am milliardenschweren Corona-Wiederaufbaufonds der EU beteiligen. Der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe wies zwei Verfassungsbeschwerde…

RKI-Chef Wieler wirbt weiter für Isolation und Masken

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, wirbt dafür, Corona-Infizierte weiter zu isolieren und Masken zu tragen. Inwieweit dies umgesetzt werde, sei letztlich eine politische Entscheidung, sagte Wieler der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Dank der Masken bleibe die Zahl der Atemwegserkrankungen insgesamt im Rahmen. Er erwarte in diesem Winter keine reine Corona-Welle, sondern eine Reihe von Atemwegsinfektionen. Dank Impfstoffen und Medikamenten sei die Ausgangslage im Kampf gegen Corona aber besser als zuvor.

Gesundheitsminister ohne neue Beschlüsse zu Masken

Die Gesundheitsminister der Länder haben sich bei ihrer Schalte nicht auf eine gemeinsame Linie bei der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen einigen können. Die meisten Länder wollten die Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bis zum Jahresende verlängern, einige darüber hinaus, teilte das Gesundheitsministerium von Sachsen-Anhalt mit. In der Beratung habe Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) dafür geworben, die Maskenpflicht im ÖPNV beizubehalten. Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zählen zu den Ländern, die vorerst daran festhalten wollen.

Treffen der Gesundheitsminister Keine Einigung über Maskenpflicht im ÖPNV

Die Länder wollen eine einheitliche Linie bei den Corona-Schutzmaßnahmen. Aber wie die aussehen soll, darüber sind sie sich nicht einig. Gesundheitsminister Lauterbach und das RKI…

OECD: Geringere Lebenserwartung wegen Corona

Die Lebenserwartung im EU-Raum ist durch die Corona-Pandemie um mehr als ein Jahr im Vergleich zum Stand vor der Krise gesunken. Das teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mit. Das sei der höchste Rückgang seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Pandemie hat der OECD zufolge außerdem die Gesundheitsausgaben in fast allen EU-Ländern in die Höhe getrieben. In Deutschland stiegen die Ausgaben für Gesundheit im Jahr 2020 pro Kopf real um fast fünf Prozent – und damit so stark wie seit zehn Jahren nicht mehr.

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Baden-Württemberg will an Maskenpflicht festhalten

Baden-Württemberg will die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen vorerst beibehalten. Vor der heutigen Gesundheitsministerkonferenz hat der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha für ein Vorgehen mit Augenmaß plädiert. Im SWR sagte der Grünen-Politiker, bei einer Entscheidung für oder gegen eine Maskenpflicht sei die jeweilige Corona-Lage maßgebend.

Baden-Württemberg

Nach Ministerkonferenz in Magdeburg Kretschmann: BW wird Maskenpflicht im ÖPNV beibehalten

Baden-Württemberg will an der Maskenpflicht im ÖPNV festhalten, so Ministerpräsident Kretschmann. Zuvor hatten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern keine Einigung erzielt.

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China: Xi will keine westlichen Corona-Impfstoffe zulassen

Der chinesische Staatschef Xi Jinping ist nicht bereit, westliche Impfstoffe zu zulassen, trotz Corona Proteste. „Wir sehen mit den Protesten im Moment keine Bedrohung für die Stabilität, keinen Regimewechsel oder ähnliches“, sagte Direktorin des US-Geheimdienstes Avril Haines auf dem jährlichen Reagan National Defense Forum in Kalifornien. Ein US-Beamter sagte gegenüber Reuters: „Es scheint ziemlich weit hergeholt, dass China zum jetzigen Zeitpunkt westlichen Impfstoffen grünes Licht geben würde. Es ist eine Frage des Nationalstolzes, und davon müssten sie eine ganze Menge schlucken, wenn sie diesen Weg gehen würden.“ Die Wirksamkeit der lokalen chinesischen Impfstoffe sind einigen Studien zufolge nicht so effektiv wie die der westlichen.

RKI meldet 36.115 Neuinfektionen

In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 36.115 auf über 36,4 Millionen. Das sind 1.975 Fälle weniger als am Donnerstag vor einer Woche, als 38.090 verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 201,9 von 196,7 am Vortag. Das RKI meldet 152 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 157.943.

Zahl der Corona-Infektionen bundesweit gestiegen

In Deutschland ist die Zahl der Corona-Infektionen gestiegen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) wurden weitere 43.768 Infektionen registriert. Das sind 10.478 Fälle mehr als am Mittwoch vor einer Woche, als 33.290 verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 196,7 von 190,6 am Vortag. Das RKI meldet außerdem 134 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bundesweit bei 157.791 Todesfällen.

RLP: Corona-positiv ohne Symptome? Ab in die Schule!

In Rheinland-Pfalz müssen ab heute Schüler und Lehrer zur Schule, wenn sie Corona-positiv ohne Symptome sind. Das geht aus einem Schreiben des Bildungsministeriums an die Schulleiter hervor. Hintergrund ist, dass seit Samstag in Rheinland-Pfalz die Isolationspflicht für Corona-Infizierte weggefallen ist. Infizierte müssen in der Öffentlichkeit aber für mindestens fünf Tage eine Maske tragen.

Auch wenn die Infektionen zurückgehen: Bundesärztekammer ruft zu Eigenverantwortung auf

Die Bundesärztekammer hat zu mehr Eigenverantwortung in der Corona-Krise aufgerufen. Die Zahl der Infektionen gehe zurück, dennoch werde man noch lange Zeit mit dem Virus leben müssen, sagte Präsident Klaus Reinhardt. „Wir müssen deshalb von den bisherigen Notstandsregelungen wegkommen und hinkommen zu einem eigenverantwortlichen Umgang mit Infektionsrisiken. Wer Symptome hat, soll zu Hause bleiben.“ Reinhardt sagte: „Aktuell deutet vieles darauf hin, dass wir in der Corona-Pandemie das Schlimmste hinter uns haben.“ Trotzdem bestehe kein Anlass zur Sorglosigkeit. „Jeder Einzelne muss Verantwortung übernehmen. Dann besteht die Chance, dass wir alle gemeinsam gut durch die möglicherweise letzte Phase der Pandemie kommen.“ Der Ärztepräsident betonte zugleich: „Der Zeitpunkt für eine vollständige Rückkehr zur Normalität ist noch nicht gekommen.“ Viele Menschen, die sich infiziert haben, litten unter schweren Langzeitfolgen wie Erschöpfung, Konzentrationsproblemen oder Kurzatmigkeit. Daher müsse die Forschung zum Krankheitsbild Post-Covid weiter ausgebaut werden.

#Corona-Pandemie: #BÄK-Präsident Reinhardt appelliert an Eigenverantwortung https://t.co/LF0zZ58QeK

Immer mehr Covid-Fälle in China: Deutsche Wirtschaft in Sorge

Die sich zuspitzende Corona-Lage in China löst in der deutschen Wirtschaft Sorge aus. „Chinas Festhalten an der Null-Covid Politik in der Kombination mit den exzessiven Lockdowns schon bei vereinzelten Krankheitsfällen erschweren die für den deutschen Handel so wichtigen Geschäftsbeziehungen mit dem Reich der Mitte“, teilte Außenhandelspräsident Dirk Jandura am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters mit. Für die bilateralen Handelsbeziehungen und auch den Welthandel bringe dies erneut Unsicherheit in die Lieferketten und belaste die wirtschaftliche Entwicklung auf breiter Fläche. „Die Staus vor den chinesischen Häfen zu Beginn des Jahres sind uns noch in unguter Erinnerung. Die Folgen waren bis weit ins Jahr hinein für viele unserer Groß- und Außenhändler spürbar“, sagte der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA). Trotz Verzögerungen in den Lieferketten müsse sich in Deutschland niemand Sorgen um leere Regale im Einzelhandel machen, betonte der Branchenverband HDE.

Am Freitag wurden in China für den Vortag 32.695 neu registrierte lokale Fälle und damit die höchste Zahl an Neuinfektionen binnen Tagesfrist seit dem Ausbruch der Pandemie gemeldet. Das Land reagiert mit weitreichenden Lockdown-Maßnahmen und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit auf die Corona-Ausbrüche, von denen neben Metropolen im Süden und Südwesten der Volksrepublik auch die Hauptstadt Peking betroffen ist.

EMA: Omikron-Booster-Kampagne läuft „enttäuschend“

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA bewertet den bisherigen Verlauf der Impfkampagne mit den neuen Omikron-Boostern in der EU als „eher enttäuschend“. Die durchschnittliche Rate der Auffrischungsimpfungen in Europa liegt demnach nur bei 29 Prozent in den als besonders gefährdet geltenden Personengruppen wie ältere und immungeschwächte Menschen.

Es ist besorgniserregend, dass diejenigen, die am stärksten von Krankenhausaufenthalten oder schweren Covid-Erkrankungen bedroht sind, nicht ausreichend geschützt sind“, sagte Marco Cavaleri, Leiter der EMA-Impfstoffstrategie. Obwohl es in den letzten Wochen keinen größeren Anstieg der Fälle gegeben habe, könnte sich das Cavaleri zufolge in den kälteren Wintermonaten ändern. „Dieses Virus entwickelt sich rasant weiter, und neue Untervarianten von Omikron und seinen Nachkommen sind auf dem Vormarsch.

China: Corona-Fallzahlen auf dem höchsten Wert des Jahres

China verzeichnet nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission mit 31.444 neuen Fällen die höchste Zahl an Neuinfektionen binnen Tagesfrist seit dem Ausbruch der Pandemie. 3927 der Fälle seien symptomatisch. 27.517 seien asymptomatische Infektionen, die in China separat gezählt werden. Das Land meldet einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus, wodurch sich die Zahl der Corona-Toten in China auf 5232 erhöht.

Einhergehend mit den seit Wochen steigenden Infektionszahlen ist es in chinesischen Städten zuletzt auch wieder zu immer mehr Einschränkungen im Alltag gekommen. Zwar hatte die Regierung vor kurzem einige Corona-Regeln angepasst und unter anderem die Dauer der Quarantäne bei Einreise nach China von zehn auf acht Tage verkürzt. Doch kann von einer nachhaltigen Lockerung keine Rede sein. In fast allen Großstädten wurden zuletzt neue Maßnahmen verhängt.

Drosten: Bei BQ.1.1-Dominanz „schwieriger Winter“

Der Virologe Christian Drosten sieht einem Medienbericht zufolge in der raschen Abfolge der jüngsten Corona-Wellen ein Anzeichen für ein baldiges Ende der Corona-Pandemie. Ob der nächste Winter jedoch noch einmal hart werde, hänge davon ab, welche Omikron-Variante des Virus sich durchsetze, zitiert Die Zeit Drosten: „Gerade nehmen gleich zwei Omikron-Varianten Anlauf: BF.7 und BQ.1.1. BF.7 wäre der bessere Fall, diese Variante ist BA.5 sehr ähnlich, gegen das ein Großteil der Bevölkerung bereits immun ist. Es käme dann eine sanfte Winterwelle.“ Mit BF.7 wäre man „im endemischen Zustand angekommen“.

Bei BQ.1.1 wäre das aber „noch nicht so klar festzustellen, denn hier gibt es zusätzliche Immunflucht“. Das Virus könne dem Immunsystem von bereits Infizierten oder Geimpften besser entkommen. Und tatsächlich hole BQ.1.1 gerade in mehreren europäischen Ländern auf. „Wenn es dominant wird, könnte der Winter noch einmal schwierig werden.

Impfpflicht für Personal in Kliniken und Pflege soll auslaufen

Die Corona-Impfpflicht für Personal in Kliniken und Pflegeheimen soll Ende dieses Jahres auslaufen. Das berichten mehrere Medien und berufen sich auf Kreise des Bundesgesundheitsministeriums. Grund sei, dass bei den aktuellen Virusvarianten das Ansteckungsrisiko durch eine Impfung kaum reduziert werde. Eine Verlängerung der Impfpflicht sei deshalb medizinisch nicht zu rechtfertigen, heißt es.

Rheinland-Pfalz schließt alle Impfzentren

Die 22 Corona-Impfzentren in Rheinland-Pfalz werden zum Jahresende geschlossen. Das Land sei überzeugt, dass der Impfbedarf auch in den Arztpraxen abgedeckt werden könne, gab Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) bekannt. Das Impfangebot mit mobilen Teams und Impfbussen soll aber bis April kommenden Jahres bestehen bleiben. Deren Angebote hätten sich vor allem im ländlichen Raum bewährt.

Baden-Württemberg hat die Impfzentren schon vor einem Jahr abgeschafft.

SWR-Informationen: Rheinland-Pfalz streicht Corona-Isolationspflicht Ende des Monats

In Rheinland-Pfalz soll die Isolationspflicht für Corona-Infizierte nach SWR-Informationen Ende dieses Monats wegfallen. Eine entsprechende Änderung der Verordnung soll am Dienstag das Kabinett beschließen.

SWR-Reporter Gernot Ludwig mit den Einzelheiten:

Logo SWR3 (Foto: SWR, SWR)

Nachrichten SWR-Exklusiv: Rheinland-Pfalz gibt Isolationspflicht auf

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SWR-Exklusiv: Rheinland-Pfalz gibt Isolationspflicht auf

FDP im Bundestag fordert Ende der Isolationspflicht

Die FDP im Bundestag fordert ein bundesweites Ende der Isolationspflichten für Corona-Infizierte. „Wir brauchen keine staatlich fixierte Isolationspflicht“, sagte der FDP-Gesundheitspolitiker Andrew Ullmann am Samstag im Deutschlandfunk. Bayern, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein hatten die Isolationspflicht kürzlich bereits aufgehoben, Hessen folgt voraussichtlich am Mittwoch.

Ullmann sagte diese Bundesländer machten es richtig. Das heiße nicht, dass es ein Verbot zur Isolation oder Krankschreibung gebe, sagte Ullmann weiter. Erkrankte Menschen sollten sich krankschreiben lassen und zu Hause bleiben. Habe ein Beschäftigter eines Krankenhauses, der mit immungeschwächten Personen arbeite, einen positiven Test, so habe er dort nichts zu suchen. „Aber das sind Einzelentscheidungen, die getroffen werden können und müssen nicht vom Staate her fixiert sein“, sagte der FDP-Politiker.

Wenn einzelne Länder hier bereits im #ÖPNV vorangehen, dann ist das vernünftig und gut, fordert aber auch uns im #Bund auf, über mögliche Anpassungen erneut zu diskutieren. @fdpbt ist bereit, das #IfSG entsprechend anzupassen. https://t.co/GV0r1b5mBF

Ärzteverband: Viel mehr Geld für Long-Covid-Forschung nötig

In die Erforschung und Behandlung von Long Covid in Deutschland muss nach Einschätzung von Medizinern deutlich mehr Geld investiert werden. „Bisher ist das viel zu wenig“, sagte der Vizevorsitzende des Ärzte- und Ärztinnenverband Long Covid, Daniel Vilser der dpa. Es müssten Forschungskapazitäten aufgebaut und mehr Behandlungs- und Versorgungszentren entstehen, in die Ärzte Erkrankte überweisen könnten.

Am Freitag beginnt in Jena ein erster Kongress des Verbandes, bei dem Fachleute bisherige Erkenntnisse zu Diagnostik und Therapie von Long Covid austauschen wollen. Von Long Covid sprechen Mediziner, wenn Beschwerden einer Corona-Infektion nach vier Wochen anhalten. Nach Angaben von Vilser, der eine Long-Covid-Ambulanz am Universitätsklinikum Jena leitet, leiden etwa zehn Prozent der coronainfizierten Erwachsenen und ein bis zwei Prozent der erkrankten Kinder unter den Spätfolgen der Infektion.

RKI: Weiter abnehmender Trend bei Corona-Zahlen

Der abnehmende Trend bei den gemeldeten Corona-Fällen in Deutschland hat sich laut Robert Koch-Institut (RKI) fortgesetzt. Bundesweit sei die Sieben-Tage-Inzidenz vergangene Woche im Vergleich zur Woche davor um 17 Prozent gesunken, heißt es im RKI-Wochenbericht zur Entwicklung der Corona-Pandemie von Donnerstagabend.

Die meisten Ergebnisse beziehen sich auf die vergangene Woche. Die Zahl der Krankenhausbehandlungen wegen Covid-19 ging laut Bericht leicht zurück. Auch auf den Intensivstationen im Land wurden demnach weniger Schwerkranke mit dem Virus behandelt.

STIKO empfiehlt Corona-Impfung für Kleinkinder mit Vorerkrankungen

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat die Corona-Impfung für Kleinkinder mit Vorerkrankungen empfohlen. Die Grundimmunisierung sollten Kinder im Alter von sechs Monaten bis vier Jahren erhalten, die wegen „Grunderkrankungen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf haben“, teilte die STIKO mit.

Corona-Isolationspflicht fällt ab sofort in Baden-Württemberg weg

Corona-Infizierte müssen sich von Mittwoch (16.11.) an in Baden-Württemberg nicht mehr in Isolation begeben. Stattdessen gilt für sie künftig eine fünftägige Maskenpflicht außerhalb der eigenen Wohnung, wie das Gesundheitsministerium in Stuttgart am Dienstag mitteilte.

Die neue Regelung soll es Infizierten erlauben, soweit es deren Gesundheitszustand zulässt, mit einer Maske einkaufen oder an der frischen Luft spazieren zu gehen. Bei einem Mindestabstand von 1,5 Metern darf im Freien auf die Maske zudem verzichtet werden.

Baden-Württemberg

Land passt Corona-Verordnung an Corona-Isolationspflicht in Baden-Württemberg entfällt

Die Isolationspflicht für positiv auf das Coronavirus getestete Personen fällt in BW bereits ab dem 16. November weg. Das hat das Gesundheitsministerium am Dienstag mitgeteilt.

SWR1 Baden-Württemberg SWR1 Baden-Württemberg

Als weitere Einschränkung sieht eine neue Verordnung vor, dass Infizierte keine Kliniken und Pflegeheime betreten oder dort arbeiten dürfen. Das gleiche gilt für Flüchtlingsunterkünfte und Gefängnisse.

Studie: Deutsche haben immer weniger Angst vor Coronavirus

Immer weniger Deutsche haben laut einer Studie Angst vor einer Corona-Erkrankung. Im Vergleich zum Beginn der Pandemie habe sich die Sorge vor einer Infektion halbiert, teilte die DAK-Gesundheit am Dienstag in Hamburg mit. 2020 hatten der Krankenkasse zufolge noch 37 Prozent der Deutschen Angst, sich mit Covid-19 anzustecken; in diesem Jahr seien es rund 18 Prozent. Besorgt sind demnach vor allem jüngere Menschen.

Jeder vierte Befragte unter 30 Jahren fürchte eine Infektion. In der Altersgruppe zwischen 30 und 44 Jahren treffe dies auf jede achte Person zu. Gleichzeitig würden sich die Deutschen im Vergleich zum Beginn der Pandemie weniger an Schutzmaßnahmen halten. Acht von zehn Befragten befolgten die AHA-Regeln, das seien elf Prozent weniger als 2020.

Bayern prüft mögliches Ende der Maskenpflicht im ÖPNV

Nach Schleswig-Holstein kündigt nun auch Bayern ein mögliches Ende der Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) an. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte dem Münchner Merkur, dass bei gleichbleibender Infektionslage über die Maskenpflicht im ÖPNV nachgedacht werde. Da es keine Maskenpflicht in Flugzeugen und „hoffentlich auch bald nicht mehr im Bahnverkehr“ gebe, könne man nicht erklären, warum in U-Bahnen oder Bussen noch Masken getragen werden sollten.

Zuvor hatte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) vorgeschlagen, die Maskenpflicht auslaufen zu lassen. Das Tragen einer Maske solle nur noch empfohlen werden. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) ist gegen die Pläne und befürchtet eine massive Corona-Welle.

Nach Vorstoß aus Kiel Flickenteppich bei der Maskenpflicht?

Über die Maskenpflicht im ÖPNV entscheiden die Länder. Nach dem Vorstoß Schleswig-Holsteins für ein Ende betont der Bund, diese solle beibehalten werden. Von mehreren Seiten kommt…

Lauterbach gegen ein Ende Maskenpflicht in Bus und Bahn

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat sich gegen ein Ende der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen ausgesprochen. Menschen müssten mit dem öffentlichen Nahverkehr sicher zur Arbeit kommen können, sagte er der Welt. Wenn man die Maskenpflicht noch im Winter aussetze, sei mit einer massiven Corona-Welle zu rechnen.

Mit dem Flugverkehr – wo keine Maskenpflicht mehr gilt – könne man das nicht vergleichen. Nur ganz wenige Menschen kämen jeden Tag mit dem Flugzeug zur Arbeit, aber Millionen mit Bus oder Bahn, erklärte Lauterbach.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) will die Maskenpflicht in Bus und Bahn nicht über das Jahresende hinaus verlängern. Er wolle hierfür im Gespräch mit den anderen Ländern eine möglichst einheitliche Regelung erreichen. Rheinland-Pfalz will die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr nicht aufheben.

Nach Vorstoß aus Kiel Flickenteppich bei der Maskenpflicht?

Über die Maskenpflicht im ÖPNV entscheiden die Länder. Nach dem Vorstoß Schleswig-Holsteins für ein Ende betont der Bund, diese solle beibehalten werden. Von mehreren Seiten kommt…

Debatte über Maskenpflicht

Die FDP hat sich für ein Ende der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen ausgesprochen. Der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Andrew Ullmann, sagte der Zeitung Die Welt, die Menschen könnten eigenverantwortlich handeln. Sein Koalitionskollege Janosch Dahmen von den Grünen dagegen lehnte das ab. Zur Begründung verwies er auf die Infektionszahlen, die im Winter steigen sollen. Auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil plädierte für einen vorsichtigen Kurs. Der SPD-Politiker verwies auf relativ hohe Corona-Todeszahlen.

G20 gründen Pandemie-Fonds

Vor dem morgen beginnenden G20-Gipfel in Indonesien haben die teilnehmenden Gesundheits- und Finanzminister einen Pandemiefonds gegründet. Er soll vor allem Entwicklungsländern zugute kommen und helfen, künftige Pandemien besser zu bekämpfen. Indonesiens Präsident Joko Widodo sagte, die bisher zugesagten 1,4 Milliarden Euro reichten dafür aber nicht aus. Der größte Anteil kommt aus den USA, auch Deutschland beteiligt sich finanziell. Der Fonds wird von der Weltbank als Treuhänder verwaltet.

Virologe: Aufhebung der Corona-Isolationspflicht vertretbar

Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit hält die in einigen Bundesländern geplante Aufhebung der Isolationspflicht für Corona-Infizierte für akzeptabel. „Ich finde diesen Vorschlag der vier Bundesländer aus medizinischer Sicht nachvollziehbar. Er ist in der aktuellen Pandemiesituation auch vertretbar“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

„Man kommt mit der Regelung 'Wer krank ist, bleibt zu Hause' gut durch die nächsten Wochen und Monate.“

Lauterbach: Aufhebung der Corona-Isolationspflicht ist ein Fehler

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat die Absicht mehrerer Bundesländer kritisiert, die Isolationspflicht bei einer Covid-Infektion wegfallen zu lassen. Er sagte am Freitag in Berlin, die Länder könnten eine solche Entscheidung treffen, sie sei aber ein Fehler. „Das kommt jetzt zur Unzeit und findet nicht die Billigung der Bundesregierung“, sagte Lauterbach. Ein Alleingang einzelner Länder wäre zudem ärgerlich, weil er zu einem Flickenteppich an Regelungen in Deutschland führte.

Baden-Württemberg

Infiziert vor die Tür und auf die Arbeit? Coronavirus: Baden-Württemberg kippt Isolationspflicht

Mit drei weiteren Ländern will Baden-Württemberg die Isolationspflicht für positiv getestete Personen aufheben. Bundesgesundheitsminister Lauterbach hält das für einen Fehler.

Baden-Württemberg schafft Absonderung für Corona-Infizierte ab

Baden-Württemberg und drei weitere Bundesländer wollen die Corona-Absonderungsregeln lockern. Das Sozialministerium teilte mit, wer künftig positiv auf das Coronavirus getestet wird, soll sich in der Regel nicht mehr in häusliche Absonderung begeben müssen. Man habe sich mit Bayern, Hessen und Schleswig-Holstein auf gemeinsame Empfehlungen geeinigt. Auf deren Basis sollen jetzt neue konkrete Regeln erarbeitet werden.

Auch Kinder leiden unter Post Covid

Nicht nur Erwachsene, auch Kinder und Jugendliche können noch Monate nach einer Corona-Infektion unter gesundheitlichen Problemen leiden. Wissenschaftler der Uni Dresden haben die Studien von sechs Krankenkassen ausgewertet. Demnach haben die Kinder am häufigsten über Unwohlsein, Husten oder Halsschmerzen geklagt. Diese Daten beziehen sich aber nur auf 2020. Durch die Impfungen und neue, mildere Corona-Varianten ist das Risiko für Post Covid mittlerweile gesunken.

Als Long Covid definieren die deutschen Patientenleitlinien Beschwerden, die länger als vier Wochen nach der Corona-Infektion bestehen, als Unterform Post Covid dauern sie länger als zwölf Wochen an.

Corona-Welle in China: Neue Einschränkungen

In der chinesischen Hauptstadt Peking sind wegen einer neuen Corona-Welle Parks geschlossen worden. Viele Schulen haben auf Online-Unterricht umgestellt, Krankenhäuser haben den Betrieb eingestellt. In den Städten Guangzhou und Chongqing gilt für fünf Millionen Menschen ein Lockdown. China fährt eigentlich eine Null-Corona-Politik, trotzdem sind am Freitag knapp 11.000 Neuinfektionen im Land gemeldet worden. Fast alle positiv getesteten Menschen haben laut der Regierung aber keine Symptome.

EU-Ausschuss empfiehlt Biontechs Booster-Impfung für Kinder

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA empfiehlt den angepassten Covid-Impfstoff von Biontech und Pfizer zur Auffrischung bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren. Die Europäische Kommission werde die Empfehlung des CHMP prüfen, eine Entscheidung werde in Kürze erwartet, teilte Biontech mit. Für ältere Kinder ist der an die Virusvarianten BA.4-5 angepasste Impstoff als Booster schon zugelassen.

A booster dose of our Omicron BA.4/BA.5-adapted bivalent #COVID19 vaccine developed with @Pfizer has been recommended for marketing authorization by the @EMA_News’ #CHMP for children 5-11. https://t.co/COyxj9fKS4 https://t.co/Xmi8iHIoZy

Astrazeneca gibt US-Pläne auf

Der Pharmakonzern Astrazeneca gibt die Pläne für eine Zulassung seines Corona-Impfstoffs in den USA auf. Das Unternehmen habe sich entschieden, seinen Zulassungsantrag dort zurückzuziehen, sagte Vorstandschef Pascal Soriot. In den USA werden vorwiegend die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna eingesetzt. Auch in der EU findet der Impfstoff von Astrazeneca laut Our World in Data seit dem Spätsommer 2021 kaum noch Abnehmer. Dort wird am meisten Biontech genutzt.

Glücksatlas: Corona drückt auf Stimmung

Die Corona-Pandemie hat dem Lebensgefühl vieler Menschen in Deutschland geschadet. Das geht aus dem neuen Glücksatlas der Uni Freiburg hervor. Auf einer Skala von 1 bis 10 gaben mehrere Tausend Befragte ihre Zufriedenheit mit durchschnittlich knapp 6,7 an. Im vergangenen Jahr gab es ein ähnliches Ergebnis. Vor der Pandemie lag der Wert bei rund 7,1 – die Menschen waren also zufriedener. Die Zahl der unglücklichen Menschen mit Werten zwischen 0 und 4 hat sich in der Corona-Zeit verdoppelt.

Biontech mit deutlich weniger Gewinn im dritten Quartal

Der Mainzer Corona-Impfstoffhersteller Biontech hat im dritten Quartal dieses Jahres rund 1,8 Milliarden Euro verdient. Damit hat sich der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast halbiert. Das Unternehmen begründet das mit der Entwicklung der Corona-Pandemie. Vergangenen Sommer sei die Nachfrage nach Impfstoff deutlich höher gewesen. Allerdings: auf das bisherige Jahr gerechnet, blieben die Gewinnzahlen insgesamt stabil. Außerdem erhöht das Unternehmen seine Umsatzprognose für dieses Jahr – auf jetzt 16 bis 17 Milliarden Euro Gesamterlös.

Hausärzte beklagen zu geringe Nachfrage nach Corona-Schutzimpfungen

Die deutschen Hausärzte haben eine zu geringe Nachfrage nach Corona-Schutzimpfungen beklagt. „Die Impfung ist unser schärfstes Schwert im Kampf gegen schwere Verläufe. Umso bedauerlicher ist es, dass die Impfkampagne aktuell stagniert“, sagte der Präsident des Hausärzteverbandes, Markus Beier, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Hausärzte erhielten bei Weitem nicht so viele Impfanfragen von Patienten, wie es laut Ständiger Impfkommission empfohlen wäre. Die niedergelassenen Praxen nutzten jede Möglichkeit, um über die Impfungen aufzuklären, „aber der Output ist mittlerweile eher mau. Man muss es ganz klar sagen: Der Run auf die Coronaimpfungen hat sich mittlerweile auf ein Schleichen verlangsamt.“

Britischer Corona-Patient nach 411 Tagen geheilt

Ein immungeschwächter Mann aus Großbritannien war 411 Tage lang mit dem Coronavirus infiziert. Erst durch eine Behandlung mit neutralisierenden Antikörpern wurde der Patient geheilt, wie die European Society of Clinical Microbiology and Infectious Diseases mitteilte. Demnach war der inzwischen 59-Jährige Patient mit der frühen Corona-Variante infiziert, die zunächst im chinesischen Wuhan aufgetreten war. Der Mann hatte wegen einer Nierentransplantation ein geschwächtes Immunsystem. Er erhielt demnach eine Antikörper-Kombination, die als Regeneron bekannt ist und die im Jahr 2020 auch dem damaligen US-Präsidenten Donald Trump verabreicht wurde. Bedeutsam sei bei der Behandlung des Mannes die genetische Analyse des Virus gewesen.

Der inzwischen geheilte Patient gehört damit zu den Menschen mit einer der längsten bekannten Corona-Infektionen. Ein ebenfalls im Krankenhaus Guy's and St Thomas' behandelter Patient war bis zu seinem Tod sogar 505 Tage lag infiziert gewesen.

Bundeswehr-Appell: Lambrecht dankt für Corona-Einsatz

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) hat die Corona-Hilfe der Bundeswehr gewürdigt und 400 Soldaten ausgezeichnet. Dafür gab es einen feierlichen Appell auf dem Paradeplatz des Berliner Bendlerblocks. Lambrecht nannte den Corona-Einsatz eine historische Herausforderung – es sei der umfassendste Einsatz in der Geschichte der Bundeswehr gewesen. Die Soldaten sind seit Pandemiebeginn etwa in Impfzentren und Pflegeeinrichtungen eingesetzt worden. Insgesamt sind so mehr als 20 Millionen Arbeitsstunden zusammengekommen.

Der Appell zur Würdigung des #Corona-Amtshilfeeinsatzes der #Bundeswehr hat soeben begonnen. 400 Angehörige der Bundeswehr werden heute stellvertretend für alle Hilfeleistenden mit einem Coin geehrt. https://t.co/05O38kSlog

Einmal mehr wird deutlich wem die #Bundeswehr verpflichtet ist - 🇩🇪 und seinen Bürgern! Das #Heer als größte Teilstreitkraft hat in der Hochphase der #Pandemie fast 15.000 Soldatinnen und Soldaten eingesetzt und weitere in Bereitschaft gehalten. Dank an alle. #GemeinsamStärker https://t.co/y9gOfkqjIQ

Freiburger Mediziner: Corona-Pandemie verliert an Kraft

Die Corona-Pandemie verliert nach Einschätzung des Freiburger Epidemiologen Hajo Grundmann an Kraft. Der Mediziner sagte der Badischen Zeitung, man müsse sich nicht mehr so sehr vor Corona in Acht nehmen wie vor zweieinhalb Jahren. Auch die Herbstwelle sei bereits überstanden. Man sei aus dem Gröbsten raus. Erst gestern hatte das Robert-Koch-Institut erklärt, dass die Inzidenzen überall sinken. Die Experten hatten das allerdings auch auf die Herbstferien zurückgeführt.

Grippe und Corona: Biontech testet Kombi-Impfstoff

Das deutsche Biotechunternehmen Biontech und sein Partner Pfizer starten eine klinischen Studie mit einem kombinierten Impfstoff gegen Covid-19 und Grippe. Der Impfstoffkandidat kombiniert den bereits zugelassenen BA.4/BA.5-Omikronbooster der beiden Unternehmen mit einem Grippe-Impfstoffkandidaten von Pfizer, der gegenwärtig in einer klinischen Phase-3-Studie getestet wird. An der Phase-1-Studie mit dem Kombivakzin sollen 180 Personen in den USA zwischen 18 und 64 Jahren teilnehmen, der erste Proband wurde diese Woche bereits geimpft. „Durch die Kombination beider Indikationen in einem Impfstoffansatz wollen wir den Menschen eine effiziente Möglichkeit bieten, sich gegen zwei schwere Atemwegserkrankungen zu immunisieren“, sagte Biontech-Chef Ugur Sahin.

Together with our partner @pfizer, we today announced the start of a Phase 1 clinical study in the U.S. for a single dose #mRNA-based combination vaccine candidate for seasonal influenza and COVID-19. The first patient has already been dosed. https://t.co/pRRYtJCxTI https://t.co/CXgkAj3ePO

Lauterbach: Kita-Schließungen wegen Corona waren nicht nötig

Die Schließungen der Kitas zu Anfang der Corona-Pandemie sind nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) unnötig gewesen. Nach heutigem Wissen seien sie medizinisch nicht angemessen gewesen, sagte Lauterbach in Berlin. Eine wissenschaftliche Studie zeige, dass Kitas keine Infektionstreiber sind. Demnach lag die Übertragungsrate in Kitas bei etwa 10 Prozent, in privaten Haushalten dagegen bei über 50 Prozent. Das Tragen von Masken bei Erwachsenen, die Betreuung in kleinen Gruppen oder das Lüften der Räume seien sinnvolle Infektionsschutzmaßnahmen gewesen.

Die Studien zeigen, dass die Kita-Kinder kaum zur Verbreitung der Corona-Pandemie beigetragen haben. Rückwirkend bewertet wäre die Schließung der Kitas daher nicht nötig gewesen. https://t.co/wrDrS57ww6

11 Corona-Infektionen: Massentest in Macau

Die chinesische Sonderverwaltungszone Macau testet nach dem Auftreten von elf Fällen alle Einwohner auf Corona. Alle 700.000 Bewohner des größten Glücksspielzentrums der Welt sind aufgefordert, am Dienstag einen PCR-Test zu machen und sich anschließend täglich mit Schnelltests zu testen, teilten die Behörden mit. Rund 1.500 Menschen sind nach einem Virus-Ausbruch seit Sonntag im Casino-Resort Cotai von MGM China abgeriegelt. Die Wiedereinführung von Beschränkungen ist ein Rückschlag für Casinobetreiber und Investoren, die auf eine Erholung der Glücksspieleinnahmen hoffen.

Virologe Streeck: Neue Corona-Maßnahmen überflüssig

Der Virologe Hendrik Streeck hält trotz steigender Infektionszahlen im Herbst neue Corona-Maßnahmen für überflüssig. Die Sommerwelle sei von selbst entstanden und von selbst gebrochen – ohne den Effekt von Maßnahmen, sagte Streeck der Bild am Sonntag. Er rät außerdem von einer allgemeinen Maskenpflicht in Innenräumen ab, weil sich die meisten Menschen im privaten Umfeld ansteckten. Streeck, der dem Expertenrat der Bundesregierung angehört, hält es für wichtiger, besonders gefährdeten Menschen zu erklären, in welchen Situationen eine Maske wichtig sei und wie sie richtig getragen werde.

Cerberus: Neue Corona-Variante in Deutschland

Cerberus – die Höllenhund-Variante – ist nun auch in Deutschland angekommen. Den Spitznamen aus der griechischen Mythologie hat Coronavirus Subvariante wegen ihrer hohen Ansteckungsfähigkeit erhalten. Wissenschaftlich korrekt heißt die neue Subvariante BQ.1.1. Anja Braun aus der SWR Wissenschaftsredaktion fasst zusammen, was über die neue Variante schon bekannt ist.

Cerberus ist ein Abkömmling der Omikron Subvariante BA.5. und mischt gerade die USA auf, aber in Europa ist BQ1.1 auch schon deutlich auf dem Vormarsch. Die europäische Seuchenschutzbehörde ECDC geht davon aus, dass die Variante BQ.1 einschließlich ihrer Unterlinien von Mitte November bis Anfang Dezember 2022 mehr als 50 Prozent der SARS-CoV-2-Infektionen ausmachen wird. Den höchsten Anteil hat der Höllenhund derzeit in Frankreich. Er verursacht dort fast 20 Prozent der Infektionen. Bei uns spricht das RKI noch von einem Anteil unter 2 Prozent, der auf das Konto des Höllenhundes geht. Aber auch das RKI geht von einem raschen Aufwuchs aus. Da in Deutschland aber im weltweiten Vergleich eher seltener sequenziert wird, könnte die Zahl schon weitaus höher sein. Datenspezialist Moritz Gerstung vom deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg prognostiziert im Bayerischen Rundfunk, dass BQ.1.1 schon ab dem 10. November hierzulande dominieren könnte. Insgesamt gehen viele Expertinnen und Experten davon aus, dass BQ.1.1 in Europa und Nordamerika noch vor Ende November für die nächste große Corona-Welle verantwortlich sein wird. Denn Cerberus BQ.1.1 hat gegenüber der aktuell dominierenden Omikron-Subvariante BA.5 einen Übertragungsvorteil von mehr als zehn Prozent.

Das bedeutet, dass Ansteckungen schneller geschehen. Cornelius Römer vom Biozentrum der Universität Basel beobachtet Cerberus schon seit September und twittert: „Ihr relativer Anteil hat sich jede Woche mehr als verdoppelt.

With 11 days more data, it is becoming quite clear that BQ.1.1 will drive a variant wave in Europe and North America before the end of November Its relative share has kept more than doubling every week It has taken just 19 days to grow 8-fold from 5 sequences to 200 sequences 1/ https://t.co/pPIi0wbNuR https://t.co/NUpzCplcZB

Die neue Subvariante bringt weitere Mutationen am Spike-Protein mit. Und durch die Mutationen am Spike-Protein kann unser Immunsystem das Virus nicht mehr so gut erkennen. Die „Immunflucht“-Variante macht den Höllenhund so ansteckend – auch für Geimpfte und Genesene. Ein Infizierter steckt 60 bis 80% mehr Menschen an als BA.5 – so Datenexperte Gerstung gegenüber der ARD.

Jetzt aber zu den positiven Seiten von Cerberus. Immerhin ist es ein Nachkomme der Omikron-Variante und kein Subtyp von Delta – die als potenziell gefährlichere Mutation gilt und zu mehr Klinikeinweisungen geführt hat. Und da die Cerberus-Variante von BA.5 abstammt, kann die Impfung mit dem an BA4/BA.5 angepassten Impfstoff von Vorteil sein.

Außerdem schützen die derzeitigen Corona-Impfstoffe weiter vor schweren Verläufen und Todesfällen - das bestätigt die Präsidentin der Deutschen Immunologischen Gesellschaft, Christine Falk. Denn die Höllenhund-Variante wird einen wichtigen Teil des Immunsystems nicht umgehen kann: „Die B- und T-Zell-Immunität, also die zelluläre Immunität. Da ist die Chance sehr groß, dass die auch längerfristig und ziemlich variantenstabil bestehen bleibt“, sagt Virologin Jana Schröder. Als problematisch sehen Fachleute vielmehr die drohenden Personalausfälle an, wenn sich sehr viele Menschen auf einmal anstecken.

Länder wollen bei Maskenpflicht in Innenräumen einheitlich vorgehen

Die Gesundheitsminister der Länder wollen bei einer möglichen Corona-Maskenpflicht in Innenräumen geschlossen vorgehen. Das teilte das Gesundheitsministerium von Sachsen-Anhalt nach einer Schalte der Ressortschefs mit. Eine Arbeitsgruppe solle innerhalb von zwei Wochen die Einzelheiten klären und Schwellenwerte erarbeiten. Die Gesundheitsminister seien sich auch einig, an der Maskenpflicht im Nahverkehr festzuhalten.

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